Full text: Die höchste Gerichtsbarkeit des deutschen Königs und Reiches im XV. Jahrhundert

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1' o m a s r Ii p k 
Kirsten zu Hasel über das Fürstenrecht . Sie gibt zugleich einen klaren Aufschluss über den Umfang des Ausdruckes res maximac der Fürsten , die der Kaiser in der const Moguntina seiner unmittelbaren tion im Fürstengerichte vorbehalten hatte . Darnach sollte der Künig blos in jenen Angelegenheiten der Fürsten ein Fürstengericht zusetzen gehalten sein , die ihren Leib , ihre Ehre oder das ihnen zu Lehen gegebene Fürstenlhum beträfen . Handle es sich aber blos um eine Geldschuld oder um andere Güter , die nicht Lehen seien , so könne der Künig das Gericht auch mit Grafen , Herren , Rittern oder Knechten besetzen . Während im letzteren Falle die gerichtliche dung genüge und die Überbringung derselben durch einen Genossen des Fürsten nicht nöthig sei , müsse der Fürst zum Fürstcngerichte dreimal vorgeladen , und die Ladung ihm durch einen Standesgenossen überbracht werden . 
Ungefähr um dieselbe Zeit oder kurze Zeit nachher , rief der Herzog Erich von Laueuburg „ qui se nominal Saxoniac ducem " die Hilfe des allgemeinen Concils zu Hasel gegen den Künig an , weil er ihm bezüglich des Herzogthums Sachsen das Hecht verweigert habe . Der Künig protestirt nun von Ulm aus ' ) feierlich gegen die Competenz der allgemeinen Synode , da das Erzmarschallamt und die Churwürdc ein Lehen des römischen Reiches sei cumque juxta formam juris et stylum et observantiam sacri nostri imperii feudales questioncs coram dominis feudoriim , ctiamsi minores valvassores essent , ac paribus cu ria ru in su arum respectu feudi , »le quo agitur , decerneiidae sunt . Die Sache gehöre daher vor sein Forum , und er sei auch bereit auf Verlangen des Herzogs pares curiae evocare et causam iuxta stylum imperii nostri diffmirc . 
vnser Herr Kajser darum ! » nydfrseaen sein grauen , lierrn , riller oder knechte , md wenn ein funi also furgeuoderl wirl vmb sdrucii , gellschuld oiler vmb gut die nicht lehcn sind , tu ist man im nicht schuldig uier dann ein furpot ¿u schicken , doch so «oll man im jn das furbol teeren , vmb was sache mau jm zusprechen * ell ? nd damnb das er sein bri e ff Tud was er notdürftig zum rechten sey , dealer bas vis z le bringen» %nd sol jm ein gerawmen tag seezen nach gelegenheil der laniid da er gesessen ist , vnd kuinpl er also auf den tag , uls man jm dann den seezt oder sein \oller . gewalt , so soll geschehen , was recht sei . Cham aber er oder sein gewalt nicht , so sol aber geschehen , als recht sey . ( Aus dem Itegistraturbueh K . Sigtnund's K . 8 . 1 , von den J * thren 1433—3G . ) 
' ) Die l'ikuude ddto . l'Ini 1434 ( aria «piarla post Jacobi ( '¿i * . JuliJ bei Lünig a . a . O .
	        

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