Full text: Die höchste Gerichtsbarkeit des deutschen Königs und Reiches im XV. Jahrhundert

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Costiiitz nuil bei uns etwa vil ruser vini «les Reichs geistlicher vnd weltlicher lursten4 * , Fürsprecher Herzogs Heinrich war der Hofmeister Graf zu Otlingen , II . Ludwig's aber der Reichshofrichter Graf Günther von Schwarzenhurg . Letzterer machte die Hinwendung , dass die Sache II . Ludwig's zu Horn vor dem geistlichen Gerichte hänge , daher er „ von soliciter sachen wegen vor vns nicht antworten sollte " . Da sprach im Namen der Fürsten «von ir aller wegen der erwürdige Ulrich , hischof zu Verden , vnser l'urst vnd liber andeebtiger czum rechten also - , die Sache solle vor dem König bleiben und der Herzog dürfe sich nicht weiter berufen . 
Besonders instruetiv für den deutscbrechtlichen Charakter des Fürstengerichts ist der „ mit vnsercr königlichen Majestet Insigel - versiegelte Urtheilshrief K . Sigismunde de dato Constanz 1417 des nächsten Montags nach Vincula Petri ( 2 . August ) ' ) . Hierauf ward nach rnserer Frage von denfursten allen einhellig zum Recht gesprochen . Nachdem vnd wir hie in teutschen landen zum Rechten süssen als ein Römischer kunig und hertzog Ludwig und herlzog Heinrich vorgenant beide teilt sehe fürsten wären und ztun Reich gehörten und die sache teutsch und von des Reiches leben wäre , die in teutschen landen gelegen wären , und beide teile mit teutschen fürsprechern fürgestanden und ire sachen nach teut - seber Rechtens gewonheit fürgelegt betten , so sprachen sie czum Rechten , was jeglicher teil für legen wolle , das er das in teutsch vnd nach t cut sc her Rechtcnsgewonheit durch seine fursprecher thun und furlcgen solle * ) . 
Eberhard Windeck c . 40 ( bei Mencken S . 1100 ) berichtet uns von einem Gerichte , das am 8 . Febr . 1418 zu Constanz unter dem Vorsitze des Markgrafen Friedrich von Brandenburg im Auftrage und auf Gchciss des Königs wider den Herzog Friedrich von Tirol stats fand , worin die Beschlüsse des Concils und das Verfahren des Köuigl wider ihn gebilligt wurden . Unter den Beisitzern werden 14 Prälaten ( meist Bischöfe ) und eine grosse Anzahl weltliche Herren , darunter 
* ) Siebe Lünig . a . a . 0 . S . 179 . n . 4 , 
* ) Sirhe auch die Fürstengerichte zwischen denselben Herzögen zu Constanz 1417 des uechsten Zinsstag nach Sanct Gallentag ( 10 . October ) und zu Nürnberg 1431 . des nechsten donneifttag« vor dem h . Palmtage ( 22 . Miri ) bei Lünig a . a . ü . n . 1» und 10 .
	        
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