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rung viele Juristen in seinen Rnth und sein Hofgesinde auf z . B . den Magister Si fr i dus > ) , den Johannes Pu Ich us , sacrae theologiae professor , den berühmten ( famosus ) Rechtsgelehrten Mathias Ha li urda de Ridiseli , deer , doctor , den Henricus de Bein heim , licentiatus in decretis und andere .
Von K . Friedrich erzählt uns zwar Cuspinian» ) , dass er die Juristen nicht sehr gelieht , und auch aus seiner Abneigung gegen sie kein Hehl gemacht habe . Mehr Gewicht ist jedoch auf die Aussage seines berühmten Zeitgenossen Acn . Sylvius zu legen , der das gerade Gegenthcil von ihm sagt und desshalb den Kaiser nicht sehr chelhaft beurtheilt » ) . Dass jenes merkwürdige uns in zwei alten Drucken erhaltene und von Goldast angeblich nach den in dem chur - pfälzischen , chursiichsischcn und churmainzischcn Archiv belindlichen Üriginalien unter der Bezeichnung Reformation K . Friedrich's III . am Reichstage zu Mainz vom J . 1441 veröffentlichte Schriftstück» ) nicht von Friedrich herrühre und überhaupt nicht in das XV . hundert falle , wo mit scharfen Worten die gänzliche Entfernung der
' ) Nach llarpprecht A . a . O . I . S . 90 auch notarías curiae imperiali * . a ) De Cuesanbus atque Imperatoribu * Romanis 1001 p . 411 . . . jurisperitos medio - enter dilexit , quod juris aequitatem dicerei uh eis interverti foedarique justitiam . Er schreibt 1444 , II . Juni ( epist . Ill , ed . Norimb . 149G ) an den Hitler Wilhelm de Lapide : Sed hie nosier monarcha rei Lipes asellos potius inflalus opinione sui , civilem scientiani omnibus prefert : matrern filie postponit et fluminihus mare . Is est ex ¡Iiis cecis et oblusis hominibus , qui postquam leges quatuor aut decern memorie commendaverunt . jam non amplius homines , sed deoa se putant , legesque divina censent oracula . Vgl . auch Stobbe Hechtsquellen II . S . 45 .
* ) Im J . lüüö . Heicbssatzungen f . 1CÜ ff . Im 5 . Ilauptartikel heisstes ; alle Doctores der Hechten , sie seynd geistlich oder weltlich im heutigen Komischen reich scher Nation sollen nach laut der furgenoinnienen deformation on kajrnem Gericht bey kayuein Hechten auch in kayns Fürsten «»der andern Hatlien mer gelitten , sunder ganz abgeton werden etc . In den zu diesem Artikel gehörigen Erklärungen kommen die Juristen sehr übel weg , es wird ihnen niedriger Geiz , schmutzige Bestechlichkeit vorgeworfen und sie für alle Schäden der Hechtspflege wortlich gemacht , z . H . in der dritten Erklfimng : Das hat ewer verkerte Lere inner funffzig Jahren zu wege gebracht . Wo ist es vor erhört worden u . s . w .
•% Dann sie nemen ime den Grund der Warheit und bringen durch iren lichen Geitz das Hecht zu ajneui sollichen Uuglawben , das kein frum Man seiu Vertrawen darein setzen mag , und in der vierten Erklärung ; die seint nit anders Hfithe dann des Soldts und des Geitz u . s . w .
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