Full text: Die höchste Gerichtsbarkeit des deutschen Königs und Reiches im XV. Jahrhundert

28 
T o m a > c h e k 
Hofmeisters in eine ausschliessliche 7 . 11 verwandeln . Dergleichen Privilegien wurden vom K . Ruprecht im J . 1406 , 14 . Fehrunr ( Chmel . It . It . n . 214<5 ) dem in seine Dienste getretenen Herzog Ulrich von Decke für seine Person , 1407 , 10 . April ( Chmel 11 . 2272 ) den Char - thSusern zu Nürnberg , vom K . Sigismund 1418 , 27 . Juni dem Albrecht von Hohenloh erthrilt 11 . s . w . 
Klnflnss der Juristen auf die Rechtssprechung des Königs . 
Der Eintluss , den durch das Studium der fremden Hechte au den Universitäten geschulte Juristen auf die persönliche Jurisdiction der Könige übten , ist ein Factor von nicht zu unterschätzender Hedeutung , der die Reception des römischen Hechts in Deutschland bereitete , seine Verbreitung und Anwendung mächtig förderte und nicht wenig zu seinem endlichen Siege über das einheimische Hecht beitrug . Iiier war es , wo es dem fremden Hechte zuerst gelang , festen Fuss in Deutschland zu fassen . An den Höfen der Könige , in ihrem Halbe und nach dem von oben gegebenen Heispiel in dem Hathe der Fürsten wussten sie bald sieh unentbehrlich zu machen , als Notare ¡11 den Kanzleien , als Referendare ¡11 dem königlichen und fürstlichen Hathe , als Urtheiler in den Kammergerichten einen immer wachsenden Einfluss auf die Regierung und die praetische pflege zu gewinnen . So von oben herab wurde der Einfluss und die Auwendung der fremden Rechte wesentlich gefördert und tet . Wie gross aber die Wirkung ist , die die Normen , die die Rechtspflege in den obern Gerichten regeln , und diese selbst auf die Praxis der untern ausübt , ist nicht zu verkennen ' ) • Nach dem spiel der Könige richteten sich die Fürsten , die Rechtspflege der obersten Reichs - und Territorialgerichtc bestimmte die der gerichte , und so drang der Kintluss des fremden Elementes in immer tiefere Schiebten , am längsten haben noch die Dorfgerichte diesem kräftigen Widerstand geleistet . 
Waren die Könige als „ Nachfolger der römischen Imperatoren " schon von vorne herein dem römischen Rechte nicht abgeneigt , in 
Ä ) Sehr gut weist dies Franklin . Reitrige iur Reception des römischen Rechtes iu Deutschland , 8 . 116 ff . nach .
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.