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irrung Einzelner vorgekommen , sondern , wenn vielleicht auch nicht gerade etwas Ranz Gewöhnliches , so doch jedenfalls nichts Ungewöhnliches und sicherlich nicht durch allgemeine Abscheu verdammt gewesen sind , muss als das für die sittliche Verkommenheit jener Genossenschaft sehr teristische Ergebnis« der au verschiedenen Orten angestellten Untersuchungen bezeichnet werden . Mag man als ein einigermaassen milderndes Moment hervorheben , dass das scheussliche Laster der Sodomie iin Orient altein - heimisch und gerade in Palästina und Syrien bis auf den heutigen Tag ganz gewöhnlich ist . bei den Christen so gut wie bei den Mohamcdauern , und muss ferner leider als erwiesen gelten , dass dasselbe gerade in jeuer Epoche des Mittelalters auch im Abeudlande in erschreckender Weise breitet gewesen ist . ' ) so bleibt es darum doch eine nicht weniger eutsetzliche Thatsachc . dass eine geistlich - ritterliche Genossenschaft , welcher durch ein . feierliches Gelübde Keuschheit auferlegt war , den neu in sie eintretenden jüngeren Gliedern die ausdrückliche Erlaubniss gab . ihrem sinnlichen Drange auf unnatürliche Weise Befriedigung zu verschaffen . Dieselbe scheint dabei auch ihrerseits dem im Orient heimischen sittlichen Verderben ihren Tribut gezahlt zu haben : denn aus gesundheitlichen Rücksichten — . damit sie die Hitze des Orientó besser ertrügen " — gab mau den jüngeren Kittern bei der Aufnahme in den Orden die Erlaubniss zur Süude der Sodomie . » ) Ausserdem aber scheint noch eine andere , in ihrer Art falls höchst bezeichnende Erwägung dabei obgewaltet zu haben . Es scheint nämlich , als ob die Oberen des Tempelherren - Ordens das Geheimniss ihrer Gemeinschaft für gefährdet hielten , wenn die sittliche Laxheit ihrer jüngeren Genossen dasselbe durch den Umgang mit Weibern zu verrathen versucht würde ; auch konnte die Verletzung des Gebots der Keuschheit auf diesem Wege sehr viel eher ruchbar werden und dem Ordeu . der so schon keiues guten Ixrumuudes geiioss , noch mehr üble Nachrede eintragen . 3 )
1 ) Z . 13 . an» Hofe Heinrichs II . von England , von dessen Söhnen zwei mil diesem Laster hehuftet waren . Guilelm , de Xangiaco . Grouvelle 303 .
2 ) Dupuy I , 94 . „ Dit «jue l'on leur pennet de connoitre charnellement leurs compagnons ut melius caliditatcm terrae ultramarinae valcant tolerare . " Michelet I , 417 — quod si huhcret cnlorem naturalem , poterat commisceri car - naliter cum fratribus ordini * . Vgl . dio Aussage des Rainald de Tevaco zu Gabors , Dupuy I , 91 und die Rubrik * ¿3 p . 1 ) 2 . Vgl . 8 . 18 . Coneil . Hrit . II , 384 . Der Kunzler Nogaret theilt 28 . Nov . 1309 der päpstlichen Commission mit , dans nach der Chronik von S . Denis schon Saladin die Templer der Sodomie beschuldigt habe . Michelet 1 , 44 ; nach ehendas . 11 , 208 galt Jacob v . Molay selbst für diesem Laster verfallen .
3 ) Dupuy I , 94 : — Et nc diffamaretur pro uiulicribus . Vgl . Grou -
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