durch allo liiiider verbreitet , namentlich in dem besonders wichtigen Frankreich eingebürgert , von Einem Mittelpunkte aus durchaus lich geleitet und so in den Stand gesetzt wurde , alle die ihr gegebenen riesigen finanziellen Mittel auch plan massig und dem einmal ins Auge faxten Ziele entsprechend 7 . 11 verwenden ! Ist es da nicht eigentlich greiflich , wenn ihr gegenüber selbst Fürsten sich gefährdet fühlten und ein König von Frankreich um den Bestand seiner Gerechtsame in Sorge Sein zu müssen meinte ?
Von dem Gebrauche aber , welchen die Tempelherren von diesen gewaltigen Mitteln machten , gewinucn wir nach den darüber Auskunft zu geben geeigneten Notizen , die auf uns gekommen sind , durchaus keine günstige Vorstellung . Eine Forderung irgend welcher gemeinnütziger Zwecke wird nirgends erkennbar ; von einem grössere Opfer erfordernden Kampf gegen die Ungläubigen ist seit 1291 nicht mehr die Rede , denn die Flottenexpeditionen , welche der Orden gelegentlich von Cypern aus nach der nahen syrischen Küste machte , waren nichts weiter als und Plünderungszüge , von denen die Kitter mit mehr oder minder reicher Heute heimzukehren pflegten . Es blieb dem Orden also eigentlich nur noch das Gebiet der Armen - und Krankenpflege , auf die er zudem durch die Statuten von 1128 ausdrücklich angewiesen war . ' ) Nun ist aber nichts dem Orden so einstimmig schuldgegeben worden , wie die bewusste und absichtliche Vernachlässigung der ihm von seinen Stiftern auferlegten Verpflichtung zu einer regelmässigen Armenpflege , die namentlich durch Aufnahme und Verpflegung Bedürftiger iu den Ordenshäusern geübt werden sollte . Wir haben schon früher gesehen , 1 ) wie bereits in der zweiten Hälfte des zwölften . Jahrhunderts ein gut unterrichteter Beobachter jenige , was die Tempelherren auf diesem Gebiete leisteten , als nicht im Entferntesten mit dem vergleichbar bezeichnete , was die Johanniter für Armen - und Krankenpflege thaten . Dem entsprechend behauptet denn auch die grosse Anklageakte , dass der Orden in Bezug auf Almosen - ertheilung und Gastlichkeit den Bestimmungen seiner Kegel nicht iu bührender Weise nachkomme . 1 ) Verschiedene Zeugenaussagen haben das bestätigt . Ein schottischer Mönch sagt , dass die Tempelherren wegen
1 ) Statut von 1128 , Art . XX : — decimimi totius pani» elccmosynnrio vestro dare iubemus .
2 ) So die oben S . 16 angeführten Stellen aus Johann v . WUrzbnrg hei Tohler a . a . ü .
3 ) Art , 1>7 : Item quod elemosina«' in dicto ordine non licbaiit , ut debebant , noe hospitulitus siTvabatur ( Groii ve 11 e 3 - 10 ) .

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