Tempelherren und Luciferinnern sehen , dass die einen wie die anderen ihre zu religiösen Cercmonien bestimmten geheimen Zusammenkünfte unter dem schützenden Dunkel der Nacht , in einsam gelegenen Gebäuden und wo möglich in unterirdischen Räumen zu halten pflegten . Eine Uebcrein - stimmung zwischen beiden Häresien ist ferner unverkennbar in Bezug auf die Handhabung der Beichte und der Absolution . Zunächst nämlich kann es nicht mehr zweifelhaft sein , dass die Tempelherren für ihre lichen Oberen das Recht in Anspruch nahmen , den Gliedern ihrer schaft die Absolution zu ertheilen und zwar selbst für Vergebungen , die in der vorangehenden Reichte nicht bekannt worden waren . ' ) Wenn lich einzelne Zeugen die Sache so darstellen , als habe es sich bei der von dem Hochmeister und anderen Oberen des Ordens ertheilten Absolution nicht um eine Losprcchung von Siiudenschuld gehandelt , sondern nur um eine solche von dem Unrecht , das durch einen Verstoss gegen die regel begangen war , 5 ) so liegt auf der Hand , dass eine derartige mischung sehr leicht sowohl thatsächlich wie namentlich in der Auffassung der einem solchen Capitel Beiwohnenden cintrcteu konnte , dann aber darf man nicht übersehen , dass diese Darstellung ausserordentlich geeignet war , die in diesem Punkte gegen den Orden vorliegenden Anklagen zu entkräften und auf ein leicht erklärliches Missverständuiss zurückzuführen . Ausserdem aber wäre es ja nicht zu verwundern , wenn gerade in diesem Punkte eine absolute Gleichförmigkeit iu all den zahlreichen Ordenscon - venten nicht geherrscht hätte , so dass , während hier ein Oberer den Brüdern selbst die Beichte abnahm und die Absolution ertheilte , a ) dort ein anderer
1 ) S . Anklage Art . 108 : Iicm , mainr error \c' viguit qnod maguus
maglster posset absolvere fratres ordini * a peccatis ctinm non confessato , quae coii - flteri propter aliqunni erubeseentiam nut timorem poi - uitentiao iniungendne vol in tligendae oniiscmnt .
2 ) Coutil . It ri t . II , 33G : Rudolf v . Burton verneint alles und auch diesen Punkt , er sagt : quod niugnus mngister posse ! ipso» absolvere in capitulo de delictis contrnetis contra observantinm religioni» , sed de peccati» oc - cnltis magister non introoiittebit se , quia laicus est . Vgl . Grnuvcllo 111—11' . ' über die Absolution non u peccatis , sed ab exccssibus regtiluriuiu . S . Coneil . 15 rit . II , 35G ff .
3 ) Kbendas . 307 . Simon de Streche berichtet : quod magiiiis praeeeptor laicus pmesidens capitulo dixit : Quod si uliquis subtraxerit eleemosynas donni * indebito et iniuste , non habcat partem in bonis spiritualibus Dotnus ( vgl . S . 383 ) ; sed si fratres commiscrimi aliqiiapeoraUi , quae non audent conliteri propter erubescentiuui tarais vel tiniorem iustitiae ordinis , rogo Deuni , quod remittal vobis , et ego n uc tori tat e litterarum apostolicarum l'etri « ? t l'unii remitto vobis et rogo , quod vos remit , tati» mihi . . . Ebenda * . 38Í» — fust wörtlich ebenso : auotoritate mihi tradita remitto .

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