«>¡u gewöhnliches „ Stück Holz " , 1 ) wie ein fluchwürdiges Werkzeug desten Fetischdienstes : die neu Aufgenommenen müssen es dreimal bespeien und mit Füssen treten ; dasselbe — und noch Schmutzigeres — geschah mit Vorliebe an den Freitagen , ja vor allem auch am Charfreitag . 5 ) Selbstverständlich aber fiel für einen Anhänger dieser Lehre auch das Abendmahl , die Darreichung des Leibes und dt« Iiiutes des Gekreuzigten uls eine sinnlose Cultform einfach fort . Daher liesscn denn auch die dem Tempelherren - Orden augehörigen Geistlichen , wenn sie die Mess« - celebrateli , die Sacramental Worte einfach aus .
Hat der bisherige Gang unserer Untersuchung gezeigt , dass die lage der templerischen Geheiinlehre die allen Katharern eigene dualistische Häresie bildete , dans aber bei dem weiteren Ausbau ein Einlluï - s der Luci - feriaucr zun« mindesten sehr wahrscheinlich ist , so wird dieses Ergebniss — die Verquickung katharischer Elemente mit luciferianischen Auswüchsen — noch durch eine ganze Reihe von anderen , sicher be - ■ glaubigten ThaLsachen bestätigt .
Bei den Katharern , heisst die Aufnahme oder Einweihung in die retische Gemeinde das Consolameli tum . 1 ) Einen wesentlichen Bestand - theil der dabei vollzogenen Ceremonien bildete die Darreichung eines Wollen fndens , mit dem der Neuaufgenommene sich umgürtete , — eine sinnbildliche Darstellung des geistigen neuen Kleides , welches derselbe durch die Einweihung anzog . Ist nun zwar der Name Consolameutum zur Bezeichnung der Aufnahme in die Geheimlehre dem Tempelherren - Orden , so weit ich sehe , fremd geblieben , so spielt doch auch bei ihm der Faden oder die Schnur eine grosse Rolle , womit die Ritter gegürtet gingen , und zwar so , dass sie ihn über dem Hemde trugen und auch Nachts nicht ablegten . Ueber die Bedeutung dieses Gebrauchs freilich weichen die uns vorliegenden Angaben nicht unwesentlich von einander ab . Die einen der darüber vernommeneu Zeugen nämlich wollen die Schnüre
1 ) Michelet I , 213 : Gérard de J'assage sagt : et cum ipse respondisset , quod erat ymago cmcitlxi , fuit ei dictum quod non crederei hoc , i mino erat quod dam frustum ligni et dominus noster erat in celio .
2 ) Loiseleur 1D7 berichtet Nicolaus Rcginus : „ sc in sui recepitone indiictuui fuisse per receptorcm suuiu spuere super cruccili et vidit etiaui spui super cani et «•am pedibus conculcare et quia audi vit dici a fra tre Johanne de Campania , iuui sunt novein anni , in domo suu de la Campagna , quod frutre» in domibus convcntua - litui * convcnicbunt die veneria soneto od conculcandoli ! ip & nu crucem et min^endum super earn .
3 ) Nähere« darüber bei C . Schmidt II , 11 ! » ff .

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