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iiiuliruiig der teuiplerischen Geheimlehre in Gestalt eines besonderen Geliei instatuts in Castellum Peregrinaron ) stattgefunden hat , so würde sich daraus aucli ein erster Anhalt zur ungefähren Bestimmung der Zeit geben , in der die Geheimlehre zu dieser entschiedenen Ausbildung kommen ist : denn der Hau dieser Vest« wurde unter Mitwirkung der eben im I^ande anwesenden zahlreichen Kreuzfahrer und namentlich der beiden anderen Ritterorden 1219 in Angriff genommen , 1291 aber ging Athlit verloren : die hier erwähnte Aufzeichnung von Geheimstatuten in Castellimi Peregri nom in musste demnach zwischen 1220 und 1290 gefunden haben . Uebrigens findet die Aussage des Ritters Stephan eine Bestätigung darin , dass auch in den Angaben eines irischcu Tempelherren , Ilenricus Tanet , ' ) eine ganz bestimmte ilinweisuug auf die syrische Ilaupt - burg des Ordens als den llauptsitz der Ketzerei und der ihr den Ceremonien enthalten ist . Auch werden wir im weitem Gange dieser Untersuchung noch eine Reihe von Momenten zu besprechen haben , welche nachdrücklichst darauf hinweisen , dass die ketzerische Gebeimlehre des Tempelherren - Ordens überhaupt zuerst im Orient entwickelt und erst von dort nach dem Abendlande verpflanzt worden ist .
Nach alledem wird man wohl nicht mehr daran zweifeln können , dass es im Tempelherren - Orden neben der dem äusseren Anscheine nach allein maassgebenden Regel von 1128 s ) noch ein besonderes Geheimstatut gab , in' ) welchem natürlich das eigentliche Wesen des Ordens , wie es sich mals entwickelt hatte , seinen entsprechenden Ausdruck fand .
croisés en Syrie 91 ff . — GrouvcUo 103 , N . 1 macht aus Castel Peregrino irrthümlich Montpellier ( dessen Namen beiläufig bemerkt aus Möns puellunuu entstanden ist ) .
1 ) Conci ) . Brit . Il , 358 : Dieit ctiam , quod quidam praeeeptor Castri Pele ri il i «le part i bu s S y r i a o inultos recepii sub dieta abnegatane . — Vgl . die Notiz in der von Jean de Montroyal den päpstlichen Commissure» eingereichten Rcchtfcrtigungsschri ft , Michelet I , 143 : Item , proponent deu core de Santa Eufemia que venit a Castel Pelegri por grace de I ) e , en quel lue il a fiiez plu sors miracles , und die Aussage des Guido miles Delphini ebendas . I , 419 treffend »aliquas reliquias , qiias habebant in ordine ultra mare , sc . beatoruui Policarpii et Eufemie /
2 ) Die ja auch schon mit einem starken Geheiinniss umgeben war : vgl . Maillard 51 .
3 ) Vgl . namentlich die später noch in anderer Beziehung zu würdigende wichtige Stelle Concil . Brit . II , 3G3 : dixit etiam eidein fratri , quod frater Willelmus delà More , nunc magnus magister Angliae , — — portavit unum magnum rotiiliiiii de grossa littera , in quo scribe bant iir Observationen et adorationes ne farine .


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