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es wohl einen Standpunkt , von den» nus die von eisernster Energie zeugende Gewaltthat des Königs , wenn auch nicht zu rechtfertigen , so doch zu schuldigen und zu erklären und aus einer gewissen politischen lage herzuleiten sein dürfte . I'hilipp hatte — ganz abgesehen zunächst von der dein Köuigthum selbst fast gefährlichen Macht der Tempelherren iu Frankreich — Grund , dem Orden zu grollen und sich auf politischem Gebiete des üblen Willens desselben zu versehen . Er muss te es schwer empfinden , dass die Tempelherren in Sicilien gegen seinen Oheim Carl v . Anjou agitirt und der aragonésischen Partei thatkräftig Vorschub geleistet hatten . Er wusste , dass der Orden die ihm durch seine Privilegien währte eximirte Stellung während seines Streites mit der Curie benutzt hatte , um gegen das ausdrücklich erlassene Verbot doch bedeutende Geldsummen aus Frankreich an den Papst zu befordern . Es scheint ferner als feststehend angenommen werden zu müssen , dass bei der erhebung , welche 1306 in Folge einer der beliebten Münzverschlechterungen in Paris stattgefunden hatte , > ) die dortigen Tempelherren ihre Hände im Spiele gehabt und die Gelegenheit benutzt hatten , um auch ihre besonderen Beschwerden der Krone gegenüber durch die erregte Volksmenge drücklich zur Geltung bringen zu lassen . * ) Auch fehlte es nicht an spielen von entschieden antimonarchischen Tendenzen , welche der Orden mit seinen gewaltigen Machtmitteln zu fordern bereit war . Im Jahre 12ÖU hatten die gegen ihren Herzog Andreas rebellirenden Edelleute Kroatiens sich der Unterstützung der Tempelherren zu erfreuen gehabt , und es war noch nicht lange her , dass der Herr von Tvrus mit Hülfe des ihm durch den Hochmeister Jacob v . Molay eng verbundenen Tempelherren - Ordens den schwachen König Heinrich II . von Cypern entthront hatte . 3 ) Wollte man überhaupt gegen den Orden einschreiten , so musste das mit einem Schlage geschehen , der denselben sofort zu ernstlicher Gegenwehr unfähig machte , indem er ihn ausser Stand setzte , seine reichen Mittel zu einer ernstlichen Verteidigung zu gebrauchen . Wo das nicht geschah , konnten die ernstlichsten Schwierigkeiten entstehen ; dass diese Erwägung durchaus zutraf , das bewies hinterher der gewaffnete Widerstand , den die spanischen
1 ) Vgl . Chronique de S . Denis ( ed . 1 * . Tarif ) V , 171 ff .
2 ) Vgl . Grouvelle 186—87 . Iiisloire de l'abolitiou de l'ordre de» Templiers ( l'aria 1779 ) 10 ff .
3 ) Ebelidas . " ¿50 . Vgl . das Breve Bonifaz' VIII , der den König zur giebigkeit mahnt , bei Dupuy , Hist , de l'ordre militaire ( 1751 ) , 17G . lich sollte der Orden uuf Cyperu nur mit ausdrücklicher Erlaubnis * des Königs Lündereicn erwerben dürfen : ebendas . 178 .

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