Full text: Geheimlehre und Geheimstatuten des Tempelherren-Ordens

Der Gedanke kam nicht zur Ausführung , aber 1'273 wurde er von l'apst Gregor X . und dann 1289 wieder von Nicolaus IV . aufgenommen und ernstlich in Erwägung gezogen . Wir hören sogar , dass Nicolaus IV . schon im Jahre 1290 mit König Philipp IV . dem Schönen von Frankreich in der Verwerfuug des Ordens einig . ' ) also doch wohl auch zu einem Einschreiten gegen denselben entschlossen gewesen sei . 
Zu diesen Thatsachen stimmt es nun vollkommen , dass der Huf , dessen sich der Tempelherren - Orden bei dem Volke erfreute , in allen den Ländern , wo er zu reicherem Besitze gelangt und eine gewisse Macht geworden war , ein sehr ungünstiger war . Man wusste das im Orden — zahlreiche Aussagen in den verschiedenen Verhören lassen keinen Zweifel darüber * ) — aber man machte sich nichts daraus ; die völlig verweltlichten Ordensritter meinten vielmehr , nach der einen Seite hin so unangreifbar mächtig , nach der anderen so unentbehrlich zu sein , dass sie der lichen Meinung keck Trotz bieten und unbeirrt auf dem einmal schlagenen Wege vorwärts gehen könnten . 
1 ) Baluze , Nome ad vita» paparuni Avenionensium u II . Vidi bull am uthenticam Nicolai papae IV . datarn ad Jacob regem Majoric & rum , anno II . intificatus ipsius , ex qua apparel , jam tum Philipp ! animum abalienatum fuisse ub 
rdine Templariorum . ( Nach Gr [ ouvelle ] , Mémoires historique« sur les Templiers 'aris 1805 ] S . 186 . ) 
2 ) S . die oben angeführte Stelle Concil . Brit . II , U77 : magna suspicio a uigis temporibus laborabat contra ordinem — ; Baluze , Vitae pontif . Ave - ionens . I , 12 : fere o tu nés dixerunt , communiter eos esse merito reos mortis — nd ähnlich sehr oft ! 
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