Full text: Geheimlehre und Geheimstatuten des Tempelherren-Ordens

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man daraus auf den ersten Blick wohl den Schluas ziehen , der erstatter habe den Grund für dieses Verhältnis« in dem entsprechend grösseren Reichthum der Johanniter gesehen ; aber wenn , man sie mit de Worten des päpstlichen Schreibens zusammenhält . wird man in der Angabe des Würzburger Klerikers wohl einen etwas anderen Sinn finden müssen , einen Vorwurf nämlich gegen den Orden , der trotz seines colossale ! ! Vermögens im Gebiete der Armenpflege nicht im Entferntesten so viel leiste , wie der lauge nicht in gleichem Grade mit Glücksgütern gesegnete , aber seiner ursprünglichen Bestimmung viel treuer gebliebene Orden der Johanniter . 
Und seit jener Zeit sind die Klagen gegen den Tempelherren - Orden nicht mehr verstummt , sondern lassen sich , immer von neuem vorgebracht , verfolgen bis zu dem Augenblicke , wo die lange drohende , von den Gefährdeten selbst aber in trotziger Verblendung für unmöglich gehaltene Katastrophe endlich mit vernichtender Schwere hereinbrach . Kaiser Friedrich II . , der allerdings mehr als jeder Andere Grund zur Feindschaft gegen den ihm auf das Herausforderndste entgegengetretenen Orden hatte , spricht ganz offen von dem „ übermülhigen Orden der Templer * und bringt gegen denselben eine neue , höchst charakteristische Beschuldigung vor , der man eine hohe innere Wahrscheinlichkeit zugestehen muss , schon nach dem . was uns bis dahin über die ausschliesslich von eigennützigen Rücksichten bestimmte Politik des Ordens in seinem Verhältnis« zu den Sarazenen bekannt geworden ist . Als erwiesen bezeichnet der Kaiser , dass die Tempelherren , mohamedauische Fürsten und Grosse in ihren Ordenshäusern gastlich aufnähmen , und nicht das allein , sondern denselben sogar gestatteten , dort ihre mohamedanischen Cultushandlungeu feierlich vorzunehmen . * ) 
1 ) Matthaeus Paris ( cd . Wat» ) p . 615a : Templuriorum superba ligio et aborigeniarium baroauai deliciis edueta superbit . . . nobis constitit denter intra claustra Templi Soldanos et suos cum alacritate pomposa ceptes , superstitione * suas in invocatione Maiiomcti et lusus sacculares facere Templarii patcrcntur . Vgl . die Aussage des William do Kilros ConciI . Brit . II , 377 : — quod magna suspicio a longis temporibus laborabat contra dictum ordinem Tcmplariorum , tam pro eo , quod ordo ita subito exaltabatur , quam pro eo , quod fratres dicti ordinis tantum amicitiam et tractatum habebant cum Saraccnis . — Nach Thietmar p . 22 turnierten in Friedenszeiten Ritter und Beduinen bei Castrum Peregrinorum um die Wette . — Michelet I , 645 kommt ein Beispiel vor von Bl u tsfreundscliaft zwischen einem Tempelritter und dem Bruder des Sultans von Aegypten . — ( Vgl . Michaud , Bibliothèque de« croisades III , 340 und Ducange bei Péti fot , Mémoires relatifs à l'histoire de France III , 347 ff und 368 ff . ) 
Pruts , TtnpnUurrrii . 2
	        

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