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Richtung beeil ) fi out werden »ollten . Denn auch der Uneingeweihte kennt bei einem genaueren Studium der Merzdorfschen Geheimatatuten sofort , dass dieselben einer ganz bestimmten Gruppe innerhalb der maurer ihre Entstehung verdanken ; unentschieden aber müssen wir geweihten die demnächst aufzuwerfende Trage lassen , wohin die Tendenz de» Fälschers der angeblichen Geheimstatuten des Tempelherren - Ordens eigentlich ging . Nach unbefangener Prüfung der ganzen Sachlage kann man sich eigentlich nur Ein Motiv denken , welches den Fälscher zu dieser höchst mühseligeu und dabei so ganz und gar verfehlten Arbeit bestimmt haben kann . Offenbar nämlich wollte derselbe diejenige Richtung der heutigen Freimaurerei , welche ihre Lehre init einer Geheimlehre des Tempelherren - Ordens in Verbindung bringt , dadurch compromittiren , dass er sie mit der tcmplerischen Ketzerei , die freilich hier mit einem gegen ihre wahre Gestalt höchst unschuldigen Inhalte erscheint , iu eine hunderte alte unmittelbare Verbindung brachte . Das zu entscheiden müssen wir den hier allein competenten freimaurerischen Autoritäten überlassen . Wir haben nur noch den Beweis dafür zu erbringen , dass die bezeichnete Tendenz von dem unbekannten Urheber der uns beschäftigenden Fälschung wirklich verfolgt worden ist .
Dass es demselben darauf angekommen ist , die Freimaurerei zustellen als hervorgegangen aus einer Verschmelzung des Tempelherren - Ordens und der mittelalterlichen Bauhütteu , von welchen letzteren , so viel ich sehe , die Herkunft derselben historisch auch uicht nachweisbar ist , geht aus einigen Stellen der Geheimstatuten unverkennbar hervor . Im XXV11 . Artikel der Geheimstatuteu für die Erwählten heisst es : „ Hat einer der Brüder Auserwählten das Amt eines Priors oder eiu anderes erhalten , so soll er eifrig danach trachten , dass die Werkstätte des Hauses , wie es uuseru geheimen Gebräuche verlangen , möglichst eingerichtet werde , wozu er sich der Ililfe und Kunst eines solchen Meister Maurers bedienen soll , welchen er als einen Nachkommen unserer Väter erkannt hat , " ' ) — wo statt „ Werk - stättc des Hauses " besser geradezu „ Bauhütte " zu sagen gewesen wäre . Und im IV . Artikel des Buchs der Feuertaufe * ) heisst es : «Wir
1 ) S . 114 : — seduto alluborct , ut fubrica ilomus , sicut consuetudine» nostrae arranae postulant , quanto citius instruatur , ad quod si haberi posait , ope et arte talis inagistri massoncrii sibi serviet etc .
2 ) S . 124 : Loquiuiur ergo vobis Dei sapieutiam in mysterio , quae abscondila est Üliis novae Babylonis quamque pruedestinavit deus per humiles operarios iu lapide et caemcnto , ut revelareut earn patribus nostris u . s . vr .

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