VI .
Diese Proben , welche sicli leicht noch bedeutend vermehren Hessen , werden , denke ich , genügen , um die Art und Weise lebhaft zu schaulichen , in welcher der Erfinder der angeblichen Geheiinstatuten des Tempelherren - Ordens die in sein verschwommenes deislisches System passenden neutestamentlichen Schriftstellen zu verwerthen und zu einem gar nicht ungeschickt zusammengefügten Mosaik zu verarbeiten gewusst hat . So wenig derselbe eine auch nur annähernde Vorstellung von dem Inhalt der wirklichen templerischen Geheimlehre gehabt hat , so zweifellos ist es , dass er die Publicationen bereits gekannt hat , welche uns in die durch den Process bewirkten Enthüllungen einen Einblick geöffnet haben . Dorther ist das bei der Aufnahme der Consolati enthüllte Idol entlehnt ; dorther stammt der eben dabei figurirendcBaphomet alsGott der Mohamcdaner , von dorther ferner die bei der Aufnahme der Erwählten zu vollziehenden anstössigen Küsse , ' ) dann die Worte , mit denen der nehmende den neu in die Weihe der Consolati eingetretenen Bruder be - grüsst : „ Sehet da einen Freund Gottes , der mit demselben spricht , wann er will , " « ) — welche wir früher kennen gelernt haben als ursprünglich bezüglich auf das Idol als die Darstellung des von den Tempelherren verehrten unteren Gottes , weiterhin dann den Ruf Ja — Allah , die weihung des Kreuzes , in dem man nur ein Stück Holz sieht u . a . m . Es sind , wie schon bemerkt , im Allgemeinen die äusseren Gebräuche und Ceremonien , welche die häretischen Culthandlungen des herren - Ordens begleiteten , hier auf eine viel unschuldigere , der templerischen Ketzerei ganz fremde , verschwommene deistisehe lteligionsanschauimg tragen worden , um dieselbe dadurch als die in dem Orden gepflegte lehre erscheinen zu lassen . Doch hat der Fälscher der angeblichen
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1 ) Stat . »ccret . Art . XI ( p . 9 - 1 ) .
2 ) 8 . oben S . 57 u . 87—88 .

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