sehen Codices die in der Handschrift Merzdorfs zur nung der benutzten Codices verwendeten Nummern XV , XXIV XXXI und XXXII ? ? Noch ein anderes Moment scheint beachteuswerth : nach der Subscription soll die von Merzdorf publicirte Handschrift aus England stammen ; der englische Process aber ist nach der von Theiner gegebeneu Aufzählung in den Acten des Vaticanischeu Archives gar nicht vertreten !
Was nun den Inhalt der Merzdorfschen Publication im gemeinen betrifft , so setzt derselbe sich aus fünf lies ta udt Ii ei leu zusammen . Der erste ( S . 20—83 ) enthält die bekannte Regel des Tempelherren - Ordens , wie sie ihm 1128 auf dein Concil zu Troves unter Mitwirkung des heiligen Bernhard verliehen worden ist . Der zweite ( S . 78—83 ) enthält dann Zusätze zu dieser Ordensregel „ Accessione» novae ad regulani pauperum commi 1 it onuiu Sanctae civitatis " , die im Jahre 1205 abgeschrieben sein sollen . Als dritten Bestandteil finden wir dann ( S . 84—121 ) die eigentlichen Geheimstatuten ( tuta Secreta fratruni electorum ) , denen sich dann der Liber solamene , das „ Buch von der Keuertaufett , wie Merzdorf setzt , S . 122—145 anschliesst ; endlich folgt der Kotulus signorum ar - cauorum , das „ Verzeichniss der Geheimen Zeichen1 * S . 140—55 .
Beginnen wir , ehe wir diese einzelneu Thcile rücksichtlich ihres haltes kritisch prüfen , mit einer näheren Betrachtung der Art der schriftlichen Ueberlieferung . Von dem ersten Theile , welcher die hinreichend bekannte Ordensregel von Troves enthält , und zwar iu einer mit der sonstigen Ueberlieferung derselben in allen wesentlichen Punkten stimmenden Form , können wir dabei füglich absehen .
Am Schlüsse der Accessiones novae ad regulam pauperum co m m il i ton um Sanctae civitatis tindet sich' ) folgende Subscription : Expliciunt accessiones novae ad regulam pauperum commilitouum S . tatis , qiias una cum regula scripsi ego fratcr Mutthaeus de Tremelay anno dei bis centesimo et quinto supra milesiiuum die S . Felicis . Danach wären diese Zusätze zu der Ordensregel am 1 - 1 . Januar 1205 aufgeschrieben , also unter dem Hochmeister Philipp du IMessis . Der als Abschreiber genannte Bruder Matthaeus von Tremelay ist anderweitig nicht nachweisbar , doch kommen Angehörige eines französischen Geschlechtes dieses Namens unter den Gliedern des Tempelherren - Ordens mehrfach vor . 1 )
1 ) S . 82 .
2 ) Die l'uiuilic stammt aus der Gegend von Lyon ; Bernhard de Tremelay

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