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hcimstalutcn , die voller Ketzereien sind , zu verhindern ? 14 Diese Trage ist insofern ganz unberechtigt , als der Inhalt dieser Gehei insta tuten wirklich sehr unschuldig ist im Vergleich mit dem , was mau schon damals aus deu Trocessnctcu über den Inhalt der terapie - rischen Geheimlehre und die aus ihr entspringenden Cultus - ceremonien wusste . Ei» Bekanntwerden dieser Geheimstatuten hätte höchstens zur Entlastung des Ordens , zur Milderung des über selben zu fällenden Urtheils beitragen können ! Aber selbst alle diese haltbaren Combinatiouen einmal zugegeben , — völlig unerklärt bleibt doch , „ wie von den in M unters Besitz befindlichen , aus Koni mitgebrachten Statuten , welche er' ) mit den übrigen Excerpten und Notizen vernichtete , vor dieser Procedur mit seinem oder ohne sein Wissen eine Abschrift gemacht worden sein " ' ) soll . Hat Münter die statuten als zu compromittirend vernichten lassen , so hat er auch lich Niemandem eine Copie davon erlaubt ; ohne sein Wissen über kann eine solche doch füglich auch nicht genommen worden sein . Aber es ist eigentlich überflüssig , der lahmen Merzdorfschen Hypothese mit ihreu Verclausulirungen und Un Wahrscheinlichkeiten Schritt für Schritt zugehen : die Sache ist im entgegengesetzten Sinne erledigt durch die einfache Erwägung , dass Münter , wenn er diese Geheimstatuten besessen hätte , sie Wilcke initgetheilt und ihre Existenz nicht total vergessen haben würde ! —
Damit stürzt nun aber auch gleich der ganze künstliche Bau haltlos in sich zusammen , den Merzdorf auf dieser Hypothese als Fundament geführt hat . Die Haudschrift , deren Herkunft aus den Müntcrschen Papieren also entschiuden nicht erwiesen ist , scheint— sicher lässt sich nichts nachweisen1 ) — „ über Kopenhagen , holm , nach Petersburg iu die Hände des Staatsraths uud rectors desCadettenhauses , Böber ( starb 1819 / 20 ) , gelangt zu sein und hat mit dessen übrigem freimaurerischen Nachlasse , der keinerlei Nachricht über diese Handschrift hat ( ! ! ) , bis in die Mitte der sechsziger Jahre in Kisten verpackt in Petersburg standen , ist aber dann an den Physicus emeritus Dr . Buek in Hamburg ubgegubeu worden , der alle diese Papiere dem chive der Grossen Loge zu Hamburg übergeben hat . " Eine un -
1 ) NB . «las sagt Munter nicht ! — Vgl . oben S . 117 .
2 ) So Mcrzdorf S . 23 .
3 ) Setzt Merzdorf selbst S . 24 hinzu !

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