Aus der Nachschrift erfahren wir zunächst , das» der Herausgeber der Gcheiuistatuten , der ¡111 Gebiete der freimaurerischen Literatur verdiente Dr . Merzdorf , noch während des Druckes der vorliegenden Publication gestorben ist . Daraus mögen sich gewisse äussere Mängel der letzteren erklären ; 1 ) dagegen scheinen die zum Thcil sehr argen Uebersetzungs - fehler , welche zeigen , dass der Uebersetzer das stark biblisch gefärbte teinisch stellenweise gnr nicht verstanden hat , doch wohl auf Rechnung Merzdorfs gesetzt werden zu müssen . * ) Ganz besonders aber muss es befremden , das * der Herausgeber sich gerade derjenigen Aufgabe völlig entzogen hat , die in einem Falle wie dem vorliegenden ohne alle Frage •ils die nächste und dringendste zuerst in Angriff genommen werden musste : Merzdorf hat auch nicht einmal den Versuch gemacht , die von ihm publicirten Geheimstatuten in Bezug auf ihren Inhalt zu prüfen durch eine Vergleichung desselben mit demjenigen , was doch auch ihm aus dem von ihm mehrfach angeführten Ixiiseleurschen Buche als Inhalt der Geheim - Ichrc des Ordens bekannt sein musste ; er hat ferner auch nicht den ge - riugsten Versuch gemacht , über die Bestandteile emigermaassen klar zu werden , aus denen der Inhalt der ihm vorliegenden Handschrift sich sammensetzte , obgleich dieselbe gerade nach dieser Seite hin zeige enthält , denen mau nur nachzugehen braucht , um sehr bald zu sehr überraschenden Krgebuissen zu kommen und die Ueberzeugung zu winnen , dass dhrSe angeblichen Geheimstatuten des Tempelherren - Ordens nichts mehr und nichts weniger sind als eine ziemlich plumpe Fälschuug sehr neuen Ursprungs , über deren Teudeuz auch insofern kein Zweifel sein kann , als sie offenbar bestimmt i»t , die Herkunft der heutigeu Freimaurerei von dem herren - Orden darzut liun .
1 ) So ist z . B . dio Seitenüberschrift „ Prologus " , „ Einleitung " , die nur auf S . '¿G—31 pusst , durch dna ganze Buch stehen geblieben ; uueh die Druckfehler bind sehr zahlreich . In den Citateti ( die offenbar meist aus anderen Hilfsmitteln entlehnt sind ) herrscht die ärgste Confusion .
2 ) Z . 13 . Geh . Stat . Art . 18 etc . ( p . 104 u . 105 ) wird „ ipsiuict union per - seqiiiiiitur immuni Sanctum et martyrem fucinili cjucmijiie , qui ipsis iuxta Dei indicia evangelizad übersetzt durch : „ und jeden zum Märtyrer machen , dor Ihrer Ansicht nach Gottes Geboten zuwider seine Stimme erhebt " ( ! ) ; Lib . consolamene Art . 5 ( p . 124 ) wird da« biblische „ Tri ( mintici et angustia ili omuem animant nis operanti * malum clo . " übersetzt : „ Unruhe und Angst ist für die Seele eines jeden wirkenden Menschen ein Uebel etc . " ( I ! ) u . dgl . m .

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