aufbewahrt wurden und dem entsprechend nur bei besonders wichtigen Gelegen heilen und Indien Festen au die OefTentlichkeit kamen , während die anderen Ordenshäuser sieh iui Besitze weniger hochgehaltener Idolbilder befanden ; ja , nach einer Notiz inüssten wir annehmen , dass mauche ritter diesen Gegenstand ihres Götzendienstes in ihren Muutelsäckeu auf ihren Reisen mitgefuhrt hätten . ' ) Doch handelt es sich dabei wühl nicht um einen allgemeinen Gebrauch , sondern bezieht sich diese Mittheilung wühl nur auf die Ordensobcreu und deren Reisen .
Sehr viel Kopfzerbrechen hat den früheren Bearbeitern dieses rigen Gegenstandes eine Bezeichnung bereitet , welche diesem Idol' ) der Tempelherren mehrfach beigelegt wird . Etliche nämlich von den Zeugen , welche über diese Seite der teuiplerischcn Geheimlehre näher aussagen , ueiuieu das Idol geradezu Baphomct . Dieser scheinbar völlig ständliche Nume , der obenein noch so stark an Mohamed anklingt , hat zu den wunderlichsten Deutungsversuchen den Anlass gegeben . Man hat ihn als einen Beweis ansehen wollen für die Herkunft der templerischen Geheinilehre von dem Gnosticismus und ihn als fttjiov oder flatji )
fiijtig — d . h . also als „ Geistestaufe " erklären wollen . Diese Ansicht aber ist völlig unhaltbar . 1 ) In dem Verhör vou Carcassonne erzählt ein Zeuge , dass ihm bei seiner Aufnahme ein Stück Holz gezeigt sei , auf welchem das „ Bild des Ba plio in e t * abgemalt war . 4 ) Zu Florenz sagt ein anderer Zeuge aus , dass ihm und seinen Genossen das Idol vorgezeigt worden sei
bram . Vgl . die Aussage des Thomas Tocci de Tboroldcby ebenda * . II , 385 : Audivit postea , quod magna» magister habebat in diversi» locis Angüae tria capita recondita , ibid . 362 : — quod adret adire locuiu , ubi dcpoiicbatur quoddam caput deauratum et ubi crani alia duo capita in regno Angliae .
1 ) Conci ) . Brit . Il , 3G3 . — Aliqui Tcinplarii portant tuliu idola in coffriit suis .
2 ) Bemerkt mag noch werden , das» auch über die Bedeutung des kopfes nicht ulle Glieder des Ordens gleich eingeweiht waren , sondern manchen eine andere Bedeutung desselben vorgefabelt wurde : vgl . Michelet 1 , 501 die Auslage des königlichen Almoscniers Guillaume d'Aramblay : Vidit super altare frequenter qiioddam caput argenteum , quod vidit adorari a maioribus qui teuebant capitulum , et nudivit dici quod erat caput unius ex undeeim milibus virgin um , et hoc credebat ante captionem eorum ; sed nunc propter illa quae audivit
de ydolis et de capitibus vdoloriim suspicatur , quod esset caput ydoli , quia
videtur sibi quod haberet duas facies et quod est terribilis aspcctuset quod haberet barbam argeiiteam .
3 ) Vgl . Loiseieur 97 11 " .
•1 ) Hayuouard I . c . : — «ubi erat depicta figuru Bafonieli . "