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XVII . Der Wclckcrsche Antrag .
1 . angesichts der wiederholten öffentlichen Nachrichten von fremder Einsprache gegen die von der deutsche» Nation zu beschließende Verfassung , gegen solche Eingriffe Auswartiger in das heiligste Urrecht freier Völker ihre Entrüstung , gegen jeden Deutschen aber , sei er Fürst oder Bürger , welcher laudesverrätherisch solche Eingriffe hervorrufen möchte , den tiefsten Abscheu und zugleich die feste Erwartung auszu - sprechen , daß die deutsche Nation wie ein Mann ihre Ehre vertheidigen und deren Verletzung zurückweisen werde .
2 . Die gesammte deutsche Reichsverfassung so , wie sie jetzt nach der erste» Lesung mit Berücksichtigung der Wünsche der Re - giernngen vou dem Verfassungsausschusse redigirt vorliegt , wird durch einen einzigen Gesammtbeschluß der Nationaler - sammlang angenommen , und jede etwa heilsame Verbesserung de» nächsten verfaffnngsmäßige» Reichstage» vorbehalte» .
3 . Die i» der Verfassung festgestellte erbliche Kaiserwürde wird Sr . Majestät dem König von Preußen übertragen .
4 . Die sämmtlichen deutschen Fürsten werden eingeladen , groß - herzig und patriotisch mit diesem Beschlüsse übereinzustimmen und seine Verwirklichung nach Kräften zu fördern .
5 . Es wird eine große Deputation der Nationalversammlung abgesendet , um Sr . Majestät dem König von Preußen die Wahl zum deutschen Erbkaiser anzuzeigen .
6 . Se . Majestät der Kaiser vou Oesterreich , als Fürst der deutsch - österreichische« Laude , und die sämmtlichen Bruder - stamme in diesen Landen , einzeln und vereint , sind zum Eintritt in den deutschen Bundesstaat und seine Verfassung jetzt und zu aller Zeit eingeladen und aufgefordert .
7 . Die deutsche Nationalversammlung legt gegen ein etwa von der Regierung der deutsch - österreichische« Laude oder vou diese« Laude« selbst beanspruchtes Recht , vou dem deutschen Vaterlande und aus der vou seinem Gesammtwillen be - schlössen« ! Verfassung auszuscheiden , für alle Zeiten feierlichen Widerspruch ein .
8 . Sie ist aber bereit , so lauge einer definitiven Verwirklichung des völligen Eintritts der deutsch - österreichischen Lande in die deutsche Reichsversassuug noch Schwierigkeiten im Wege stehen sollten , die bestehenden nationalen brüderlichen Ver -

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