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XVI . Das Wahlgesep .
feilten Theil am Staate , sie wird ein Staat im Staate , und dieser Staat im Staate wird Ihnen sehr gefährlich werden . Sie werden das sehr wohl fühlen und einsehen und werden sagen : wegen dieser großen Gefahr können wir dieses Associationsrecht nicht lassen ; Sie werden es eben so gut sagen , wie es das französische Ministerium sBarrotj sagt , welches jetzt nur die Clubs verbietet , aber , wenn es so fortfährt , überhaupt das Associationsrecht verbieten muß ; Sie werden eben so gut dazu komme« , dieses Associationsrecht überhaupt zu verbieten , denn Sie werden nicht den Muth haben , das Associationsrecht nur der arbeitenden Classe zu entziehen . Sie werden sich selbst des Associationsrechts be - rauben , in der Hoffnung , daß der Gebildete viele Wege hat , sich dafür zu entschädigen .
( 5s ist dieses der Weg , eine der wichtigsten Freiheiten , die wir erobert haben , zu vernichten , und diese herzklemmende Furcht , die diese Freiheit nicht duldet , wird Schritt für Schritt auch die übrigen für ge - fährlich erklären lassen und sie vernichten .
Die Negierungen der modernen Staaten sollen Majvritätsregiernngen sein , und eine Regierung , getragen von einer Vertretung , bei der ein beträchtlicher Theil des Volkes nicht be - theiligt ist , kann immer nur eine Minoritätsregierung sein . Dieser Gedanke in Bezug auf das allgemeine Wahlrecht führt mich zugleich auf die directeu Wahlen . Ich glaube , daß man nur bei solchen einigermaßen sicher sein kann , daß immer wirklich eine Majorität vorhanden ist .
Wenn man das Resultat durch dirccte Wahlen prüft , so weiß man , daß mit größerer oder kleinerer Majorität gewählt worden ist . Diese größere oder kleinere Majorität schließt mehr oder weniger Stimmende in sich . Wenn hier auf dieser Seite Hundert , auf jeuer Hundertundzehn abstimmen , so ist es sehr möglich , daß , wenn diese Hundert mit größerer Majorität gewählt sind , sie trotzdem , daß sie zehn Stimmen weniger haben , doch die Majorität in sich haben .
Das sind die notwendigen UnVollkommenheiten , die wenigstens vorläufig von uuserm Wahlsystem unzertrennlich sind . Vielleicht gibt es in der Zukunft ein Wahlgesetz , bei welchem diese UnVollkommenheit nicht vorhanden ist ; vorläufig aber ist ein solches System undenkbar .
Wenn aber die volle Sicherstelluug der Majorität überhaupt uu - möglich ist . so muß man sich wenigstens hüten , eine doppelte Instanz herbeizuführen : dasselbe Verhältnis ; ist ja auch , wie ich schon gesagt habe , bei den Wahlmännern . Es ist ans diese Weise sehr möglich , daß die eigentliche Minorität eines Wahlkreises den Depntirten gewählt

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