XV . Die Verfassung . Schluß .
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stellt sieht . Ich hoffe , Sie benrtheileu Alle diese Frage nicht von preußischein oder österreichischem Standpuncte .
Ich wiederhole : ich würde gern für Oesterreich stimmen , wenn ich zunächst die Möglichkeit erkennen würde , daß es keine anderen Interessen mehr zu vertreten hat als rein deutsche . Ich habe hier kein anderes Interesse a ls die Znkun st Deutschlands . Ich glaube aber , weun die Geschichte unsere Namen aufzeichnet , woran man uns hier oft er - innert hat , so wird mau hoffentlich unsere Namen alle auf die Seite derjenigen stelle» , welche ein einiges Deutschland wollten ; die Namen der Gegner aber wird mau in allen Winkeln Teutschlands suchen müssen : da , wo mau die Republik will uud nur jetzt noch nicht anssühren kann , da , wo man die katholische Kirche gefährdet glaubt uud mau für einen erblichen Kaiser nicht stimmt , weil unser König einmal das Unglück hat , Protestant zu sein , uud da , wo mau nur deshalb nicht für den Erbkaiser ist , weil es nicht der österreichische ist , — zu einer solchen Ansicht werden wir Preußen uns niemals herablassen !
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Iie Gewähr der Werfasfung .
Bericht des Verfassungsansschnsses .
Berichterstatter : Georg Maitz .
Verhandlungen II 797—801 .
St . B . VII 4954 und 4955 .
Artikel I .
§ 1 .
Bei jedem Regierungswechsel tritt der Reichstag , falls er nicht schon versammelt ist , ohne Berufung zusammen , in der Art , wie er das letzte Mal zusammengesetzt war . Der Kaiser , welcher die Regierung an - tritt , leistet vor den zu einer Sitzung vereinigten beiden Häusern des Reichstags einen Eid aus die Reichsverfassung .
Der Eid lautet : „ Ich schwöre , das Reich uud die Rechte des deutsche» Volkes zu schirmen , die Reichsverfassung aufrechtzuerhalteu uud sie gewissenhaft z» vollziehe» . So wahr mir Gott helfe ! "
Erst nach geleistetem Eide ist der Kaiser berechtigt , Regiernngs - Handlungen vorzunehmen .

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