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XV . Die Verfassung . Schills ;
Bruderzwist abgeleitet hat , — ich kann Ihnen übrigens im Vertrauen sagen , er ist nicht ans München , er ist ans Elbing in Preußen — dieses verehrte Mitglied , ich will in diesem Augenblicke sageil , dieses Mitglied aus München [ Philipps St . B . VI 4725 ] hat uns als» gesagt : „ Wäre ich ein verkappter Republikaner , ich würde für die Erblichkeit stimmen . " Ich habe die Thatsache nicht zn untersuchen , was von dem Mitgliede verkappt und nicht verkappt ist , — das geht mich nichts an : ich könnte sonst sagen , das Kaiserthum der Peterskirche , für das dos geehrte Mitglied sich im Gegensatze zu dem Kaiserthum der Pauls - kirche erklärt hat , hat schon öfters Bündnisse eingegangen mit dem revolutionären Priucip ; ich könnte anführen , daß selbst das verehrte Mitglied aus Tirol [ Beda Weber St . B . VII , das vorhin ganz liebenswürdig zn jener Seite ( zur Linken ) herangekommen ist , die Bolkssouveräuetät in der Gestalt eines Wassermädchens vorläufig bei Jhueu eingeführt hat .
Ich komme daher nur ganz einfach zum Schlüsse , das ; , wenn Sie auch mir nicht glauben , Sie doch denen glauben werden , die in diesem Augenblicke Ihre Alliirteu sind .
Ich komme jetzt aus den Pimct , den sehr viele Redner als den eigentlichen Kern der Frage bezeichnet haben : es ist uus wiederholt ge - sagt worden , es handle sich eigentlich um gar nichts Anderes , als Preußen an die Spitze zu bringen .
Ich bedauere bei dieser Gelegenheit , — so sehr es mir leid thut , weuu Jemand eine Rede , die er halten will , nicht halten kann — daß wir viele Rede» , die meiner Ansicht nach für die österreichische Frage vorbe - reitet waren , erst jetzt gehört haben . Ich habe mich ausführlich neulich [ St . B . VI 4635—4645 ] über die österreichische Frage geäußert , so daß es mir nicht einfällt , auf dasselbe Feld zurückzukehren uud alle die Gründe zu wiederhole» , die damals angeführt wurden . Ich freue mich immer - hin , daß das verehrte Mitglied uus Baden [ WeIcker St . B . VI 4765 und 4766 ] wenigstens mit Nutzen als Reichscoiiimissär^ gereist ist uud uns doch zwei wichtige Erfahrungen von Oesterreich mitgebracht hat : einmal die , woran ich freilich bisher nicht gezweifelt habe , daß dieselbe Logik in Süddeutschland uud Norddeutschland herrscht ; dann , daß die österreichischen Minister nicht halb verrückt , sondern sehr gescheidte Männer wären , womit ich ebenfalls ganz einverstanden bin . Etwas wesentlich Neues habe ich sonst nicht gehört , sondern nur dieselbe» Gründe u»d dieselbe» Wiederholungen alter Redensarten , die wir bereits von verschiedenen Seiten zur Genüge gehört hatten .

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