XV . Die Verfassung . Schluß .
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mir , >Fr öbel St . B . VII 4824 ] , angedeutet hat . Ob dann das republi - canische Priucip , wie er glaubt , vder vb das mouarchische Priucip siegen wird im Laufe der Geschichte , wird die Folge lehre» , aber wir haben daiiu wenigstens gleiche Sonne und gleichen Wiud , während , wenn Sie ans Ihrem Standpunkte fortfahren , Sie für die nächste Zukunft und jedenfalls auf lange Jahre unterliegen werden .
Ich traue Ihnen nun viele Konsequenz zu , aber auch vielen politischen Sinn : ich glaube , daß Sic die Mittel für den Zweck , den Sie wollen , recht wohl zu wählen wissen ; ich glaube aber nicht , das ; Sie aus purer theoretischer Eonsequenz die Anarchie organisiren und das Vaterland da - durch in lange Leiden stürzen wollen , um etliche Sähe Ihres Priucips anf dein Papiere gerettet zu sehen . Ich glaube , das ; Sie so viel Geduld habe» werden , das Priucip ins Leben zu führen , wenn es an der Zeit ist .
Wenn Sie mir dann endlich sagen , wie das verehrte Mitglied ans Heidelberg sHagen St . B . VI 4715 ] gesagt hat : „ Ja , mein Gott , wenn wir die Erblichkeit einmal in die Verfassung eingeführt haben , können wir sie nicht anders loswerden als auf dem Wege der Revolution , " — so hat mich dies von diesem Staudpnncte allerdings überrascht , da man hier sonst für die Revolution nicht so unempfänglich ist und einer Ihrer geistvollsten Wortführer , das verehrte Mitglied für Gießen [ Bogt z . B . St . B . VI 4082s , wiederholt uns gesagt hat , daß die Revolution eigentlich die natürliche EntWickelung wäre . Aber selbst wenn andere Mitglieder Ihrer Seite , wie ich jetzt höre , anderer Ansicht sein sollten , so kann ich jene Schlußfolge doch nicht zugeben ; denn ich haupte , wir haben bereits , wenigstens wie die Verfassung jetzt vorliegt , ein ganz gesetzliches Mittel , ohne Revolution zu jenem Ziele zu gelangen . Ich billige das Mittel nicht , — ich habe aus Leibeskräften dagegen mich gestemmt [ f . St . B . VI 4086—4088 ) — aber wenn es denn einmal sein soll , so haben Sie ja mit dem Suspensiv v eto [ St . B . VI 4120 ] Alles in der Hand . Decretiren Sie dreimal hinter einander , daß die Republik sein soll : der König kann dann nicht mehr opponiren , der Kaiser auch nicht , die Sache hört auf !
Ich stehe übrigens in dieser Ansicht nicht allein . Es sind Mit - glieder auf jeuer Seite ( zur Rechten ) , die freilich einen ganz anderen politischen Standpunkt haben : diese habe» uns das bestätigt , und ich be - rufe mich anf ihr Zeuguiß .
Es hat uns ein Mitglied , das man sBenedey St . B . VI 4729 ] irrthümlich einen Bayern genannt und daraus * eine lange Geschichte von
* Ausdruck !

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