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XV . Die Verfassung . Schluß .
gefallen sind , >s . St . B . VII 4800 ff . 4707 ff . J und ich wünsche allen anderen Systemen , die int Wesentlichen darauf hinauslaufen , die - selben Schicksale mit Ausnahme der Erblichkeit , für die ich stimme .
Was den Tnrnns betrifft , sv ist er schon von dieser Seite ans ( znr Linken ) richtig charakterisirt worden . Das verehrte Mitglied von Jena sSchüler St . B . VI 4v95j hat ihn mit einer Anarchie nach ander . das Directorinm mit einer Anarchie neben einander bezeichnet . Er würde zu weiter nichts führen , wenn man vom Standpnncte der Gerechtigkeit ausgeht , als das ; die kleineren Staaten ausgeschlossen werden durch die größeren , — und das ist ungerecht ; das ; ferner die berechtigten kleinen Staaten , sobald die Reihe sie trifft , niemals stark sind den größeren gegenüber ; das ; eine dauernde Politik niemals eintritt , weil sie untergeht im Wechsel , weil jeder Staat bei Eintritt des Tnrnns seine Hanspolitik fortsetzen würde .
Was namentlich das Reichsinteresse betrifft , so wird das Reich vollständig ausgebeutet werde» . Ich wüßte das Verhältnis ; nur ans doppelte Weise in einem Gleichnisse zu bezeichueu : will man das Reich als Snbjeet annehmen , sv würde ich in dem Verhältnisse nur einen Wandeltisch sehen nach Art der Schullehrer , wo das Reich von dein einen zu dem anderen Fürsten zu Gaste geht , und wenn Sie es als Objeet auffassen , — nnd so würde es wohl meist sich gestalten — so würde es etwa ein ähnliches Verhältnis ; sein , wie es in meinem engeren Vaterlande , in dein Lande Siegen , besteht , wo man die Hütten ans die Weise benutzt , das ; Hundert nnd Zweihundert daran betheiligt sind und Jeder einen Tag die Hütte betreibt nnd ohne Rücksicht auf das Gesammt - iuteresse so viel Nutze» als möglich für seine beschränkte Zeit daraus zieht .
Ich glaube , das Wahlreich , es mag auf Lebenszeit oder gar nur aus kürzere Zeit beschränkt sein , ist nicht viel besser in Bezug aus die eben geschilderten Nachtheile des Turnus . Dagegen treten aber noch mehrere neue Nachtheile hinzu , und das siud , — ich kauu mich da wiederum auf eine Autorität von dieser Seite ( zur linken Seite ge - wendet ) , auf das Mitglied von Jena sSchüler St . B . VI 4695 ] , rufen — das sind namentlich Jntrignen , die von jeder Wahl nnzcr - trennlich sind , nnd ferner bei bestrittenen Wahlen als nothwendige Folge Anarchie , bei nnbestrittenen dagegen Schwäche der Regierung infolge vvn Verbindlichkeiten , die entweder eingegangen wurden , um die eigene Wahl zu vermitteln , oder solchen , die im Laufe der Regierung eingegangen werden , um dem nächsten natürlichen Erben die Nachfolge zu sichern .

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