und Bein , kernhafte Gestalten , mit leuchtenden Augen , thatkräftig im Guten und Schlimmen .
Der Mißstand , den ich berührte , hat sich in der obschwebenden Verhandlung auf eine merkwürdige Weise hervvrgestellt . Ein Redner , sBjedermann St . B . VI 4710 ] , hat angeführt , daß der König vo« Sachsen , ^Friedrich August Il . j , durchsein verantwortliches Miilisteriniu behindert sei , seine ursprüngliche und auch jetzt nicht zu bezweifelnde deutsche Gesinnung zu Gunsten einer preußisch - deutsche» Erbmouarchie wirksam zu machen . Also diejenige Form , durch welche ein Regent gehindert ist , seine hochherzigen Entschließungen ansznfnhrcn , eben diese Form wird uns jetzt als die für ganz Deutschland angemessene dringend empfohlen , von demselben Redner , sB jedermann St . B . VI 4707—4712 ] , lebhaft augerühmt .
CS i n c mächtige Volkserhebung m 11 ß s i ch a u s ihre m eigenen G e i st e die ihr angemessene Form schaffen .
Wenn neulich jvou u . Gagern S . ! J72 ) behauptet worden ist , es jei ein Widerspruch , die Monarchie in den Zweigen zu erhalte« und im Gipsel zu entbehren , so glaube ich , diesem Widerspruch eiueu ander« entgegenhalte» zu können .
Ist denn unsere politische Neugestaltung von der monarchische» , dynastischen , aristokratische» Seite des bisherige» deutsche» Staatslebe»s ausgegangen ? Nein ! nnbestritte» vo» der denwkratische» . Die Wurzel also ist eine demokratische , der Gipfel aber schießt nicht vo» de» Zweige» , sondern aus der Wurzel empor . Das wäre dem natürliche» Wachs - thum der neu erstehende» deutsche» Eiche »icht gemäß , wenn wir ihrc»i Gipfel ei» Brutnest erblicher Reichsadler ans - pflanzen wollten .
Wollte ma» , der Systematik wegen , verlmige» , daß der einzelne Theil mit dem Ganzen durchaus übereinstimmen müsse , was ich nicht sür nöthig halte , so würde daraus »icht folge» , daß das Neue sich dem Alten fügen müsse , vielmehr umgekehrt . Ich bin aber auch der Mehumg , daß die Staatsfvrmcn oft in der Wirklichkeit »icht so weit aus einander liege» als iu der Theorie und im Feldgeschrei des Tages : so werde» d»rch die Aufhebung der politische» Standesvorrechte und durch Ei» - führung freisinniger Wahlgesetze die Verfassuuge» der einzelne» deutschen Staaten den de»iokratische» Anforderungen der Neuzeit näher rücken .
Ich spreche , wie gesagt , nicht gegen den Fortbestand der constitutione ! ! - monarchischen Verfassungen , aber davon bi» ich »icht überzeugt , daß diese Staatsform mit ihre» herkömmlichen Regeln für eine gänzlich »eue ,

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