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XV . Die Verfassung . Schluß .
will , der halte es mit der Mutter , und wie wolle , , wir bei dem An - drängen der Völker bestehen , die alle sich zusammenscharen und sich alle stärken , wenn wir nicht ein starkes einheitliches Volk werden ?
Wir sind hierher geschickt , um den neuen Bau des neuen Deutsch - lands zu begründen . Wie das alte Deutschland , wie das Svustde , lisch - land war , wisse , , wir Alle , wir Alle haben darin gelebt : das war ein Staate , lstaat , in unendlichen Verfassungen und Verwaltungen verästet und verzweigt , das war ein Sonderwesen , ein Svnderdliig , wie Schachteln in einander geschachtelt , wo man nicht wußte , wo die Einheit war , — das soll nicht wiederkehren . Wir wollen etwas Anderes , wir wollen etwas Neues , Tüchtiges , Kräftiges , Dauerndes : das muß zu Wege ge - bracht werden .
Das kann nur durch eine tüchtige Einheit , durch eine Grundlage , die die Freiheit sichert , und so wünsche ich denn , sowie ein Kutscher ans dem Bock ist , ein Lootfe am Steuer , ein Lenker auf dem Feuer - wagen der Eisüibahn , ei , , Koch am Heerd und ein Arzt am Kranken - bette , einen erblichen Kaiser für Deutschland !
Gustav Rümeliu .
22 . Januar 1841» .
St . ' B . VII 4314—4818 .
Rümelin , Reden und Aussähe . 1875 . S . 172—193 . * 4
Meine Herren ! Ich bekenne mich offen zn denjenigen , welche den Eintritt Oesterreichs in den deutschen Bimdesstaat , wie wir ihn niithig haben , für unmöglich , welche die Lösnng unserer Ausgabe nur in der Gründung von zwei selbstständig neben einander stehenden , durch Sympathien , Interessen und Verträge au einander geketteten staaten für erreichbar halten . Ich will in dem engeren deutschen Bnndesstaate , den wir hier zn gründen berufen sind , den König von Preußen als erblichen König der Deutschen .
Die allgemeinen politischen Gründe für diese Ansicht hier zn ent - wickeln , unterlasse ich : ich will dieses einflußreicheren und beredteren Stimmen dieses Hauses überlasse , , , die es nach mir thuu werde» oder vor mir gethan haben . Ich habe in dieser Frage nur das Wort er - beten , weil ich einer von den wenigen Süddeutschen bin , welche ent - schieden ans dieser Seite stehen , und weil ich wünschte , daß anch aus meinem engeren Vaterlande sWürtembergj ein Zeugnis ; dasür abgelegt
* Wiederabdruck nebst Vorbemerkungen .

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