400
XIV . Das v , Gagernsche Prograimil^
Küste» von Jstrie» und Dalmatie» mit ihrem Schiffholz mtb tüchtige» Matrose» ; dann folgte das Nahrückeu aii die so oft bemitleidete» Deutschen in Ungarn und Siebenbürgen , und der Zweig der deutschen Civilisation wüchse rasch zum starken Stamme ; dann hätten Sic die weiten ungarischen Gefilde geöffnet für die deutschen Bauern , die sonst über den Oceau gehen müssen , und diese könnten dort unter dem Schutze deutsche» Rechtes , deutscher Freiheit dem reichen Boden tausendfältige Früchte - abgewinnen , den süße» Wein ziehen , dem Nachbarsabricanten rohen Stoff nnd guten Markt dem edlen Aare * ' " ' darbieten ; dann hätten Sie das ganze große Oesterreich mit seinen metallreichen Bergen nnd seinen Schiffe tragenden Flüssen ; dann böten Polens Wälder deutschen Schiffen Holz , die ans dem Dniester nach dem Pontns zogen ; dann hätten wir „ den Keil nnd den Hammer " >s . v . Vincke St . B . IV zugleich , um mit den Nulhene» zwischen Nord - nnd Südslaven hineinzudrängen nnd an des schwarzen Meeres Küsten das deutsche Banner zn entfalten !
Das sei ein „ monstrum horrendum , ingens , " 4® sagte Herr v . Bincke >St . B . VI 4635 ] !
Freilich wohl wäre es ein Monstrum für jene kleinliche Ans - fassung , die ein Drittheil von Deutschland weggeschnitten wissen will : i ch nenne es vielmehr eine monströse Verunstaltung von Deutschland , Böhmen , Mähren , Steiermark , Kärnthen , Kram und Jstrien bis an die adriatische Küste wegzureißen von dem alten Mutterlande !
Ich verkenne aber nicht , meine Herren , daß ganz Oesterreich im Augenblicke nicht in den deutschen Bundesstaat eintreten werde ; ich an - erkenne das Sonderbare nnd Schwierige , wenn da und dort ein Roth - ntcuitel41 ans »»feren Bänken säße oder ein eroatifcher oder polnischer Bauer in seiner Sprache reden wollte ; — aber alles das hat doch in Oesterreich nun schon zum Theil nnd nächstens mehr in seinem Reichs - tag statt , nnd doch anerkennen alle Jene , die de» österreichischen Einzel - staat hier vertheidigt haben , hierdurch , daß diese Mannigfaltigkeit keine Unmöglichkeit der Einigung enthält — ich sanjerkenne die keit , da die Pauluskirche viel zu klein sein würde , alle Männer zn - sainmenznfassen ; ich anerkenne die Bedenken , die eigene innere Gestaltung an die Geschicke erst zn neuer Existenz erwachter Volksstämme eng zu knüpfen ; ich anerkenne diese Bedenke ! » völlig nnd sage darum : für jetzt ist der Eintritt von ganz Oesterreich in den Bundesstaat nicht zu er - warten , wenn auch die Zeit noch komme» wird , wan» es gefahrlos und Allen Heil bringend geschehen kann ! Bis dahin aber und somit für jetzt
* St . B . VI 4G00 : dem edlen Staare .

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.