XIV . Das v . Gagernjche Programm .
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früher und nicht auf eine Art dürfen Sie es thnn , die die Beziehungen des dritten Theils zum Ganzen in Frage stellt !
Snbtilitäten siud es uicht , die ich aussuche , und die der Herr Minister - Präsident [ u . GagernS . BG4 ] in seiner Bevvrwortnng der verlangten Ermächtigung zurückgewiesen hat , alier ich »ins ; gerade die einzelnen Puncte der verlangten Ermächtigung durchgehen , um die ganze Sache klar vor Augen zu legen .
Der Herr Ministerpräsident >v . Gagern St . A . VI 4564—4566 ] verlangt in seiner Rede vvm II . d . M . die Ermächtigung : zur Er - lediguug vvu Schwierigkeiten , die sich zwischen der Eeutralgewalt und der vsteireichischeu Regierung ergebe» haben ; dann : um Verständnisse in Oesterreich vorzubereiten über den Geist der Nationalversammlung , der Oesterreich nicht feindlich ist ; weiter : um die Fortbildung des Staatenbundes vom Jahre 1815 anzubahnen ; endlich : um einen Ge - sandten nnd Bevollmächtigten dort halten zu können , wo der Mittel - pnnct der wichtigsten Interessen auch für Teutschland wegen des Orients nnd Italiens ist , und für die Centralgewalt dort mitanfzusehen .
Nun , meine Herren , wofür ist denn der Bevollmächtigte der öfter - reichischen Regierung bei der Centralgewalt hier in Frankfurt ? Dadurch ist doch offenbar Gelegenheit genug gegeben , die Besorgnisse und hältnisse aufzuklären , Schwierigkeiten zwischen den beiden Regierungen zu beheben nnd Verständnisse einzuleiten und neue Verträge zu besprechen , zumal dieser das vollste persönliche Vertrauen des Ministerpräsidenten besitzt ! Wozu uun einen Bevollmächtigten wegen des Orients nnd Italiens ? Warum schickt man nicht vielmehr wegen des Orients einen Bevollmächtigten nach Constantinopel nnd Petersburg , wo die Angel - puncte der orientalischen Frage liegen ? Warum nicht nach Frankreich und England uud den anderen europäischen Staaten , die bei der Lösung ein Wort zu spreche» haben ? Braucht man wegen Italiens einen Bevoll - »nächtigten in Kremsier ? Wir haben ja einen Gesandten . i . Heck ) eher ] , der dort von Hauptstadt zu Hauptstadt zieht und die Interessen Deutsch - lands wahrnimmt nnd vertritt !
Das Petitum der Vorlage entbehrt eines ausreichenden Grundes uud hätte darum gar uicht erscheine» solle» .
Gestatte» Sie mir nun , meine Herren , daß ich znr positive» Rechtfertigung des Ausschußantrages übergehe .
Won» die Verschiedenheit des Ansschußantrages von der ministeriellen Vorlage bestehe , das liegt auf flacher Hand . Diese will eine nach der Ansicht der Mehrheit des Ausschusses unbeschränkte und den
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