XIV . Das v . Gagernsche Programm
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handelt , die fein Regeuteiihaus fast ununterbrochen durch fünf Jahr - hunderte getrage» . ( 5s wäre * kein Wunder , daß auch die österreichische Regierung , wenu diese Frage in den Vordergrund tritt , sich vor Augen stellt , daß die Grasen von Habsbnrg mit wenigen Unterbrechungen bis 1 SOG deutsche Kaiser gewesen ; aber , meine Herren , darans folgt nicht , daß Oesterreich nicht eintreten könne , sondern gerade das , daß Oesterreich eintreten müsse , worauf ich später wieder zurückkomme .
Der Herr Finanzminister so . Beckerath St . B . VI 4595 und 4596 ] sagte , Oesterreich köuue jetzt nicht eintreten , denn der österreichische Reichstag wird lange nicht mit der Verfassung fertig werden , Deutsch - land dagegen muß rasch zu Ende kommen , die Gefahren thürinen sich um das Vaterland : in Frankreich steht ein Napoleonide an der Spitze der Negierung , in Italien fragt es sich um die Existenz der Dynastien und der bürgerlichen Gesellschaft , im Innern Deutschlands drohen neue Gefahren ; denn neue Revolutionen stehen in Aussicht , wenn wir nicht rasch darangehen , das zn schaffen , was der Eine offen will , der Andere sich dabei gedacht , — ich meine das preußische Kaiserthum .
Meine Herren ! Wie lange die Wirksamkeit des österreichischen Reichstages noch dauern wird , ist ungewiß ; aber daß er selbst rasch enden will , das geht ans jenem Freudenrufe des Reichstags hervor , der erscholl , als Jemand sagte : es sei doch wünschenswerth , daß am 15 . März , an dem Jahrestage der Zusicherung der Verfassung , die Ver - fassnng auch ins Leben trete . Ob er bis dahin auch fertig ist , ist nicht sehr wahrscheinlich , allein auch Sie werden mit der Verfassung bis da - hin nicht zu Ende sein . Und ich kann nicht unerwähnt lassen , was nach den Erlebnissen der letzten Zeit die Besorgnisse des Herrn Finanz - Ministers zerstreuen konnte , nämlich , daß in Oesterreich ein Factum be - vorsteht , für das Preußen ein für den Augenblick wohl gelungenes Bei - spiel gegeben ; denn wenn * * nicht alle Zeichen trügen , so wird auch Oester - reich seinen Brandenburg haben , und dann hemmt kein Reichstag das Verfassnngswerk .
Gegen Gefahren nach Außen wird ganz Deutschland stehen , die Verfassung sei vollendet oder nicht ; die Gefahren von Innen können doch die „ Auarchiebesieger " * * * in Frankfurt , Baden und Thüringen [ f . v . Schmerling S . 834 ) nicht hoch anschlagen !
Und man sv . Beckerath St . B . VI 459 ( 3 ] sagte weiter : „ Das Warten auf Oesterreich ist das Sterben * * * * der Einheit . "
* Et . B . VI 4656 : Es war . * * St . B . VI 4656 : und wenn . * * * St . B .
VI 4636 : durch die Anarchiebcsicger . * ? * * St . V . VI 4656 : das Streben .

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