XIV . Das v , Gagcrusche Prograinni .
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Debatten neue Nahrung ziehen könnte , das Verständnis ; unserer gemeinschaftlichen Politik anzubahnen .
Ich will nicht auf Erörterungen bezüglich dieser Politik eingehen , über die Herr Vogt [ St . B . VI 46 - 10—4632 ] steh heute so ausführlich oer - breitet hat . Ich gestehe , daß mir die Mittel und Vorbedingungen dazu fehlen : ich habe diesen politische» Ueberblick noch nicht , würde ihn aber vielleicht gewinnen , wenn ich die Antorisation erhalte , Unterhandlungen in bean - tragter Weise mit Oesterreich anzuknüpfen . Nur gegen die Erkenntnis ; kann ich mich nicht verschließen , daß es wichtige Interessen gibt , die noch - wendig gemeinschaftlich von Deutschland und Oesterreich zu wahren sind , und welche Interessen von Deutschland gegenwärtig nicht gewahrt werden , weil es nicht in ausreichender Verbindung mit Oesterreich steht , welche ich daher angebahnt zu sehen wünsche .
Endlich muß ich darauf bestehen , daß die Frage , in wie fern für die Zukunft und mit Rücksicht ans die Möglichkeit seines Eintritts in den Bundesstaat Dentsch - O esterreich als von der staatlichen Einheit der Gesammtmonarchie getrennt betrachtet werden kann , das ; diese Frage als nicht entschieden betrachtet werde . Ist es möglich , das ; es in den deutscheu Bundesstaat treten könne : ich werde mich dem Beweis dieser Möglichkeit nicht entziehen , ich wiederhole es .
Man >v . Wydenbrngk S . 351 und hat , ? ach dem mög - lichen Inhalt der Uuiousaete gefragt .
Sie werde» es gut heißen , wenn ich mich in dieser Beziehung k»rz fasse . Es wäre »icht zweckmäßig , wenn ich hier ausführliche Pläne entwickeln oder Puuctatiouen vorlegen wollte , die bei näherer Kenntniß der Dinge und Absichten in Oesterreich sich sehr modisiciren könnten ; aber die Anhaltspnncte für eine Union scheinen mir sehr natürlich sich darzubieten , und ich muß ( gegenüber v . Wyden brng k> geradezu in Abrede stellen , daß ein solches Unionsverhältniß auf ein bloß Völker - rechtliches Verhältnis ; , auf eiu Bündniß , wie es mit jeder anderen Macht abgeschlossen werden könnte , mit Notwendigkeit hinauslaufen müßte .
Ich frage Sie , meine Herren : Ist das bloß ein völkerrechtliches Verhältnis ; , wenn wir eine gemeinschaftliche Handelspolitik und Zollge - fetzgebnng , eine Schiffahrtsaete gemeinsam haben ? Wäre das bloß ein völkerrechtliches Verhältnis } , wenn in der Weise , wie bisher zwischen den Zollvereinsstaaten , die Cafsen gemeinschaftliche sind ? Ist das nicht ein Verhältniß , wobei die volle Selbstständigkeit des betheiligten Einzelstaates für das Wohl seiner politischen Richtung zum Voraus ausgegeben und eiu Unterpfand geleistet ist für ein Zusammenhalten bei den politischen Eventnali -

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