XIV . Das v . Gagernsche Programm .
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gegangen ; etwas Besseres an die Stelle treten zu lassen , ein Princip der einheitlichen Regierung , das betrachteten wir als die Ausgabe , ( f . S . 15 - 37 .
Als zuerst die Idee der Vertretung der Nation am Bundestage angeregt wurde , von meinem verehrten Freunde Bassermann ,
( Gelächter auf der Linken . )
ja wähl , meine Herren , ( zur Linke» gewandt ) von meinem verehrten Freunde Baff ermann , 27 — und es ist keiner zu gut , der nicht durch seine Freundschaft geehrt würde —
als diese Idee zuerst augeregt wurde , mit der ich mich befreunden wollte , — doch bitte ich um Verzeihung , hier vor mir steht ein Mann , der diese Idee früher augeregt hat : es ist Herr Welcfer , 28 ihm zolle ich dies daukbare Anerkenntmß .
Meine Herren ! Es gibt ein Sprüchwort , das heißt : „ Den Ab - weseudeu geschieht Unrecht . "
( RSsler : GörreS " hat sie früher ausgesprochen ! Stimmen : Vehr ! " )
Ich werde aber aufmerksam gemacht , — ich biu zurückgekommen in der Literatur . — es seien noch Andere , die diese Idee früher ange - regt hätten . Man spricht von Gör res und von Behr aus Würzburg , der unfern Atrcis kaum erst verlassen hat , — ich will Niemauden sei« Ber - dienst verkümmern . Wie dem auch sei , es handelt sich jetzt von der Sache .
Als zuerst diese Frage mir entgegentrat , da kam ich zu dem Resultat , das ; eine Vertretung der Nation am Bundestag , da hier eine einheit - liche , verantwortliche Regierung nicht bestehe , noch seiner Natur nach be - stehen könne , nicht thunlich sei . So sehr ich von der Idee ergriffen war , so sehte ich doch die größten Zweifel in die Möglichkeit ihrer Ber - wirklichuug . Es mußte das Vaterland in neue Phase» eintreten , um diese Idee in praktisl - er Weise zu verwirkliche« ; man mußte eine Regierung schassen , die selbstständig durch verantwortliche Minister der Volksoer - tretnng gegenübersteht . Eine solche Regierung ist nicht möglich bei der republikanischen Spitze , die von dem Auftrag der Staaten abhängt : sie ist znm Heile der Nation nur uiöglich , wen» ei» einheitliches Oberhaupt a» der Spitze steht .
( Stimmen auf der Linken : Erblich ! )
Aus die Erblichkeit , a» die ich hier erinnert werde , komme ich bei anderer Gelegenheit zurück . Aber Herr Vogt >St . B . VT 4628 und sagte heute : wenn ihr ei» erbliches Oberhaupt schassen wollt , so siud zwei Bedingungen unerläßlich . — eine bedeutende Majorität dieses Hauses bei der Wahl , die Zustimmung der Fürsten .

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