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XIV . Das v . Gagernsche Programm .
da Iz . B . von v . Wurth St . B . VI 4G13 und 4 ( 51 - 11 an Sympathien und Antipathien einzelner Vvlksstäniuie appellirt worden ist . daß man da sie heraufbeschworen hat , diese Feinde der Einheit , die wir längst besiegt zn haben glaubten . Wir sind noch weit von dcr Einheit , wenn solche Stimmungen sich wiederholen sollten : das ; wir uns als gleich befreundet , gleich berechtigt betrachte» , das ist doch wohl die erste Bedingung . Sympathien und Antipathien müssen niedergekämpft werden , sonst ist die Lösung der Frage , die uns vorliegt , nicht möglich : jede Lösnng , die versucht werden möchte , stellte den Bürgerkrieg in Aussicht , und den wahrlich ! wolle« wir nicht heraufbeschwöre« , sondern seine Möglichkeit für immer entfernen .
Diesen Standpnnet halte ich auch heute fest , und wie ich auch sonst irren mag , und wie auch meine Ansichten von der Vieler , die hier anwesend sind , sonst abgewichen sein mögen , die Gerechtigkeit werden mir Alle widerfahren lassen , das ; ich in dem Festhalten au diesen Be - diuguugen der Einheit mir immer gleich geblieben bin !
Die Erscheinungen , die ich soeben beklagt habe , bieten leider mich einen Unterstntznngsgrnnd für den Vorschlag , den ich namens des jetzigen Ministeriums au diese hohe Versammlung gebracht habe . Wenn noch ein Zweifel darüber hätte bestehen köuueu , ob es uothweudig sei , zu unterhandeln , damit Mißverständnisse nicht Wurzel fassen köuueu , damit ihnen vielmehr rechtzeitig vorgebeugt und das künftige nis ; Oesterreichs zu Deutschland fest geregelt , das BersassnngSwerk für Deutschland beschleunigt werde , mm , so meine ich , wir hätten die hier - Über nöthige Erfahrung auch hierdurch gemacht . Und so zweifle ich nicht , Sie werden einen der Proposition des Ministeriums günstigen Ausspruch thim mtb nicht auf die Subtilitäteu eingehen , welche man gegen das Verlangen des Ministeriums von diesem oder jenem Gesichts - pnncte ans vor Ihnen entwickelt hat .
Man >z . B . Vogt St . B . VI 4ü : hat die Möglichkeit eines glücklichen Erfolgs solcher Verhandlungen bestritten .
Meine Herreu ! Ich zweifle noch nicht an diesem glücklichen Er - folge . Ich werde mich nicht irremachen lassen , und Sie werden mit mir einsehen , daß , wen» ich im Amte bleibe , mein persönliches Verhältnis ; zn dem Manne , welchem die Vertretung Oesterreichs hier anvertraut ist , szu . v . Schmerlings , nicht ohne Einfluß aus de» Erfolg der auzu - knüpfende» Verhandlungen sei . Darum versichere ich Tie , wie man sich auch bemüht haben möge , ich werde dieses Verhältnis ; nicht vergiften lassen und festhalten an dem Vorsatze der Verständigung , an dem Ber -

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