362 XIV , DaS v . Gagcrnsche Programm .
einmal angenomlnen , dasselbe hier kraft der Volkssouveränetät , das ; wir die Verhältnisse Deutschlands zu Oesterreich und die Beziehungen des Letztere» gesetzgebend ordne» solle» , — ma» kouiint immer wieder aus de» völkerrechtliche» Verkehr zurück .
Allein es fragt sich , ob wir bei Betrct»»g jenes Weges bloß diese Feinde , »cimlich die Niederlaude »»d Dänemark , i» ihrem Verlangen , hinsichtlich der deutschen Besitzungen auf den Fnß des Bnndestages ge - stellt zu werden , die darum sich grnppirenden auswärtige» Mächte und Oesterreich dazu gegen uns haben werden , obgleich wir daran schon vollkommen zur Genüge hätten . Sind Sie denn so gewiß , daß in jenem Falle nicht auch Bayern sagt : „ Ich würde Alles gethau , ich würde jedes Opfer gebracht haben , wenn man ein Deutschland ge - schasse» , mit gleichem Maße gemessen hätte ; aber so thne ich es nicht . Soll einmal gesonderbündelt werden , so will auch ich sonderbündeln ? ! " Und sind Sie gewiß , daß nicht mich Sachsen und Andere dieselbe Sprache führen ? Nein !
Gewiß , das ist der Weg , ans dem Alles zu Grnnde gehen muß .
Ich erlaube mir uoch auf eine Schwierigkeit hinzuweisen , welche schon in beredterer Weise svon L . Simon St . B . VI 4589 ) erwähnt worden ist , als ich sie erwähnen werde . Nämlich , wenn Sie überhaupt diesen verzweifelten Weg gehen , wenn Sie ans diese eine Karte Alles setzen wollen , müssen Sie doch vor allen Dingen die Gewißheit haben , daß Sie die Hilfe da , wo Sie solche suchen , finden werden , daß , wenn Sie widerstrebende Elemente finden gegen die Annahme der Verfassung , wie Sie solche wollen , daß , um es mit einem Worte zu sagen , alsdann die preußischen Heere marschiren werden . Wenn nnn ein Factor dieser Macht , der auch mitzusprechen hat , erklären würde : „ Ich finde dies Alles weder deutsch uoch gerecht , und ich kann auch Preuße» in diese unabsehbaren Verwicklungen nicht stürzen , das ist nicht die Stellung , die mir den übrigen zu einem staatlichen Verbände vereinigten Staaten gegenüber gebührt , " was werde» Sie da»» sage» ?
Ja , meine Herren , es wäre eine furchtbare Satire des Schicksals , wen» Sie auf diese Weise , nachdem Sie eine» verhängnißvollen Be - schluß gegen Oesterreich gefaßt hätten , genöthigt würden , ihn znrückzu - nehmen oder , Gott weiß , was zu thuu : da»» , ja da»» würden Sie den alten Bmidestag oder so etwas Aehnliches wiederum bekommen !
Ich bin am Schlüsse meiner Betrachtung . - Ich habe Ihnen nur einige nüchterne politische Betrachtungen gegeben , weil ich die feste Ueberzengnng habe , daß gerade eine ruhige politische Ueberleguug den

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