XIV . Das v . Gagernsche Prvgrailli» .


I .
bleiben . Mau konnte sich bis jetzt wvhl noch mit einer solchen Idee tragen ; aber wie man es kann , nachdem die letzte Erklärung >001» 28 . Decemberl von Oesterreich abgegeben worden ist , das begreife ich in der That nicht . Mir ist es ganz sonnenklar , daß Oesterreich , wenn es aus dem organischen Verbände mit Teutschland herausgerissen werden sollte , nothwendigerweise nicht bloß eine gleichgiltige , sondern recht eigent - lich eine feindselige Stellung Deutschland gegenüber einnehmen wird : das ist das Ziel , auf welches wir hinauskommen würden .
Nun bedenken Sie , wie die Stellung Deutschlands ist ?
Ich habe schon am Ansang aus die auseinaudergeheudeu Elemente des Deutschlands hingewiesen , an dessen Spitze eine Macht steht . Denken Sie sich die völkerrechtliche Stellung dieses jungen , neu ausgebaute» Deutschlands , auf welches alle Mächte Europas mit Widerwillen sehen , wovou alle Mächte Europas die natürlichen Feinde sind , und denken Sie sich zn diesen Feinden auch «och Oesterreich als Feind hinzngesellt , sich lehnend au Bayern nnd Sachsen ; denken Sie sich weiter diesem Deutschland seine wesentlichsten materiellen Interessen , die ans der neuen Gestaltung der Dinge hervorgehen sollen , dadurch entzogen , daß der Verband mit Oesterreich abgeschnitten ist ; denken Sie sich , daß alle Glieder des kleineren Deutschlands zu erhöhten Kräften angestrengt werden sollen , um die Zwecke des Bundesstaates zu erreichen , und fragen Sie sich , ob das eine glückliche , ja , ob es unr eine erträgliche Existenz ist !
Hierbei bin ich noch immer davon ausgegangen , daß unsere nächste Ausgabe auf dem Wege , den Sie betreten wollen , gelöst werden könnte . Daran denken Sie indessen nicht !
Wenn Sie diesen Weg betreten , ist es mit unserer Verfassung aus , und die nächste Folge ist , daß , wenn Sie Oesterreich gegenüber sagen : wir wollen das alte Bnudesverhältniß , allenfalls noch etwas weiter aus - gebildet in dem besonderen Verhältnis ; zu Oesterreich , - gelten lassen , Ihnen dasselbe die Niederlande nnd Dänemark sagen . Wenn Sie dann vielleicht mich sagen , wie ich es wvhl gelegentlich gehört habe : krast der Volkssonveränetät bestimmen wir das Eine sür Oesterreich , für die Anderen aber wollen wir es nicht bestimmen , so glauben Sie nicht , daß dieser Logik Jemand auch nur einen Augenblick beistimmen wird , am Wenigsten die fremden Mächte . Es ist dies in der Thal auch nur ein bequemes Hinterpförtchen , durch das mau geht , um einer nnaugeuehmen Eonsequenz zu entwische» !
Wollen Sie de» Beweis hiefür , so liegt er in dein Umstände , daß Niemand daran denkt , daß wir , jenes Uuionsverhält»iß

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