deutschen Kräfte nicht benutzen solle , selbst dann nicht , wenn es vielleicht ail seiner Existenz , an seinein Leben bedroht wird ?
Hier , ineine Herren , liegt ganz einfach der Ausknnstsweg darin , daß ein inniges Schutz - und Trutzbüuduiß rücksichtlich dieser nicht zu Deutschland gehörenden Theile geschlossen werden muß . Ich glaube , es müsse» sich Oesterreich und Deutschland gegenseitig ihre Besitzungen garantiren . Man kann das anch , ohne etwa andren lieb gewordenen Priueipien zn nahe zu trete» . Ich komme daraus zuriick , das ; bei einem „ innigen Anschluß " ^ " Oesterreichs an Deutschland die gleiche Berechtigung der Nationen und ein bedingtes selbstständiges Staatsleben derselben in Oesterreich eine Wahrheit werden wird , während sie außerdem wahr - scheinlich keine Wahrheit wird .
Wenn dieser Puuct in solchem Sinne erledigt wird , ist damit zn - gleich ein anderes Verhältnis ; angedeutet , welches geordnet werden »ins ; : der gesaudtschastliche Verkehr , — wobei es ans der Hand liegt , das ; österreichische Gesandte nur die uichtdentschen Provinzen vertreten können , während die deutschen Provinzen vertreten werden müssen durch den Gesandten von Deutschland . Conflicte werden , glaube ich , ebeu durch dieses Schutz - und Trutzbündnis ; gehoben , weil dann die Interessen im Wesentlichen dieselben sind .
Die Handelsverhältnisse und »veiter die Ordnung des Militär - Wesens , namentlich , daß nicht die Zolllinie von Deutschland reich mitten durchschneide , und Bestimmungen , in welchem hältnis ; die einzelnen Theile Oesterreichs in militärischer Beziehung er - halten werden sollen , das sind weitere Pnnete , welche hierbei zn reguliren sind . Und hier ist gerade der Pnnet , wo das eigentlich Bundesstaatliche mit dem Völkerrechtlichen in einer oft tauin zu erkennen - den Grenzlinie in einander übergeht . Ich meine , das ; gerade hier ein sehr schönes und reiches Feld der Thätigkeit für Staatsmänner gegeben ist , wenn sie aufrichtig auf die Idee eingehen , zum Heile beider großen Staaten eine Vereinigung herbeiführen zn wollen .
Man behauptet nun , diese wesentlichen Vortheile erreichen wir auch durch jenes sog . Uuionsverhältniß , uud wir vermeiden dadurch unzählige Conflicte .
Nun , meine Herren , was ich von diesem Unionsverhältnisse halte , das habe ich schon früher gesagt . Es wäre nur deutbar , das ; wir noch zu irgendeinem erträglichen völkerrechtlichen Bündnisse kämen , welches seiner Natur nach immer locker ist uud gar keine Garantie gibt , daß Oesterreich und salso anchj das deutsche Oesterreich immer mit Deutschland verbunden

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