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II . Der Raveauxschc Antrag .
»lief ) fügen , sv bin ich doch dann über die Anwendung gerade der entgegengesetzten Meinung . Wir würden unfein Zweck verfehlen , wenn wir das Princip der allgemeinen Befngniß zu conslitniren in seiner Schroffheit deu einzelnen deutschen Vvlksstäiniuen gegenüberstellen würden .
Ich bin vielmehr der Ansicht , das ; eine innere Nothwendigteit iu deu Ereignissen liegt , daß kein dentscher Stamm uud keine deutsche Regierung nnserm Werke sich entgegensehen werde , das hier zur Vollendung gebracht wird , vorausgesetzt , daß die öffentliche Meinung , diese unendliche Macht , sich dasür erklärt ; aber ebeu weil ich dieses glaube , halte ich es für überflüssig , es nochmals mit dürren Worten ansznsprechen . Wenn wir dieses thnn , so werden wir durch die Schroff - heit des Ausspruches auch die Kritik desselben , zu welcher wir doch das Recht jedem einzelnen Stamme Deutschlands zuerkennen müssen , herans - svrdern , wir werden dazn provociren , das positive Recht zu untersuchen , das diesem Anssprnche nicht znr Seite steht .
Deshalb wünschte ich die Principienfcage hier vermieden zn sehen , wie ja anch das verehrte Mitglied für Hambnrg sHeck scher St . B . 1 gesagt hat . Damit kommen wir dann aber anch zn dem Schlüsse , daß wir gerade ans dem Wege , den die sog . Siebener vorgeschlagen haben , nicht znm Ziele gelangen . Denn wenn wir diese positive Er - klärnng aussprechen , wenn wir überhaupt eiu Priucip anssprechen , — ob das nnn in schwächeren oder in stärkeren Ausdrücken geschieht , ist im Resultate ganz gleichgtltig : die Schroffheit , die im Princip liegt , bleibt sich immer gleich — wenn wir , möchte ich sagen , den einzelnen Staaten nnd Regierungen dieses Princip ins Gesicht schlendern und ausrufen : wir sind allmächtig , und ihr Andern seid nichts , so fordern wir gerade die Opposition recht heraus . Uud dauu frage ich Sie , meine Herren : Weshalb thuu wir das ? Hat diese Versammlung ein Interesse dabei ?
. Wir müssen uns Vertrauen zu erwerben suchen , wie von dem Mitg'liede für ( Srefeid [ u . Beckerath St . B . I schön gesagt wnrde : Vertrauen allein ist es , welches die feste Grundlage unserer Handlungen sei« soll . Ist ein Grund vorhanden , die deutschen Stämme , die ohnehin schon entzweiten , durch Mißtrauen noch mehr zn entzweien ?
Nehmen Sie Rücksicht , meine Herren , ans die Verhältnisse in Oesterreich , wo , wie vorhin von mehreren Rednern angedeutet wnrde , eine bedeutende Nationalität , die nicht germanisch ist , der germanischen gegenübersteht . Sollen wir in dem Augenblick , wo dort die constitnirende Versammlung zusammentritt / zu den slawischen Nationalitäten , die dort

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