28G
XI . Die preußische Politik .
des Adels , der Titel und Orden erzengt hatte , saminelte sich so - fvrt , um einen Staatsstreich gegen die Versaiuniluug zu sichren .
Meiue Herren ! Die Versammlung in Berlin muß doch selbst am Besten wissen , ob sie frei ist . Hier in Frankfurt entschied ja mich die Mehrheit . Die Minderheit in Frankfurt mußte ja unter dem lage ru u g s z u st a u d e beratheu . äu Es scheint allerdings , das ; die preußische Krone die Majorität der Versammlung lieber unter dem Einflüsse der Bajonette in Brandenburg als die Minderheit in Berlin unter dem Einflüsse des Volkes berathen läßt . Es kommt aber überall ans die Majorität an , nicht ans die Minorität .
Herr v . Vincke sS . fragt : Warum geht die Verfanim - lnng deuu nicht nach Brandenburg ?
Die Versammlung geht nicht nach Brandenburg , weil sie »ichl unter den Bajonetten berathen , nicht den Strömungen der großen stadt entzogen sein will .
( Hört ! Auf der Rechten . )
Ich sage es noch einmal : weil sie nicht den Strömungen der großen Hauptstadt entzogen sein will .
Meine Herren ! Wollen Sie bloß die Prineipien walten lasse» , so bedienen Sie sich der Presse nnd des freien Wortes ; wenn aber einmal aufgestellt wird , daß die sactischeu Gewalten nicht ohne Einfluß auf den Ausspruch der Priucipieu find , so stehen Volks - nud Soldatenterrorismus ganz auf einer Linie . General v . Wrangel hat den Terrorismus mit der Kugel im ^auf und den haarscharf schliffenen Schwertern eröffnet : seit vielen Wochen hängt das Schwert über der Residenzstadt Berlin , nnd das ist auch kein Genuß !
Meine Herren ! Warum geht der König denn nicht von Potsdam nach Berlin ? Er kann den Conflict eben so gut erledigen , und eben sowohl als der König die Versammlung vertagen und ver - legen kann , könnte auch die Versammlung den König vertagen oder verlegen !
Was mir gar nicht recht in den Kopf hinein will , das ist die unsägliche Beknmmerniß dieser Versammlung um die Freiheit der Be - rathnngen , um den reinen Ausdruck des Volkswilleus in Berlin . Sehr wunderlich erscheint es mir vornehmlich , daß gerade Herr Biedermann [ St . B . V 3288 nnd 3289 ] und dessen Freunde behaupten , der reine Ausdruck des Volkswilleus sei in Berlin gestört .
Meine Herren ! Die berliner Versammlung hat für den reinen Ausdruck des Volkswilleus besser gesorgt als das deutsche Parlament :

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.