XI . Tic preuijische Politik .
in der Versammlung auf de» höchsteil Grad gestiegen war . In einer solchen Aufregung faßte man solche Beschlüsse !
Ich denke , welche Beschlüsse diese hohe Versammlung dieser An - gelegenheit gegenüber zu fassen hat , wird keinem Zweifel unterliegen . Das verehrte Mitglied von Glambeck ( u . Rappard St . B . V hat zwar mehreren Fractionen , ja der Mehrheit der Versammlung selbst den Vorwurf ins Gesicht geschleudert , das ; wir durch einen geistigen Terrorismns die Minorität unterdrücken .
Ich will mich über das Unparlainentarische dieser Aenßernng nicht verbreiten , — dazu ist der Augenblick zu erust — sondern ich frage nur das verehrte Mitglied , ob man mit solchen Vorwürfen die An - gelegenheiten Deutschlands weiter fordert , ob es etwa der hohen Ver - sammlnng würdig ist , in einer so unermeßlich wichtigen Angelegenheit von so großer Tragweite Beschlüsse zu extemporiren , statt sie zuerst au de« Ausschuß zu verweisen " : welches bei allen Angelegenheiten und , je dringender und wichtiger sie sind' um so mehr das Verfahren dieser hohen Versammlung seiu sollte . Ich frage , ob darin etwas Ungeeignetes gefunden werde» kann , wenn die Fractionen am Abende vorher sich vereinigen und die Beschlüsse erwägen , welche am andern Tage gefaßt werden können . Ich frage , ob ans dieser Seite ( zur Linken gewandt ) dies nicht vom Anfange der Versammlung au der Fall gewesen ist , ob Sie uus nicht mit dem Beispiele der Parteiorganisation ein Muster aufgestellt haben , ob Sie nicht die Ersten gewesen , die uns mit dem Beispiele vorangegangen sind , — nnd nun will man der Majorität werfen , das ; sie dies thut , als ob Sie nicht genau dasselbe thäten !
Es ist gesagt worden , unsere Beschlüsse würden nicht so be - deutende Folgen haben , als ich ihnen beimesse . Das Mitglied für Weimar >v . Wydenbrugk St . B . V 32841 hat gesagt , es läge darin keine Demüthiguug der preußischen Krone , es sei die schönste Perle der Krone , die Heilighaltung des Rechtes sicher gestellt zu sehen .
Wenn Sie aber , wie ich , der Ansicht silld , daß die Krone sich im vollen Rechte befunden habe , so werden Sie aus jenen Argumenten gerade zu deul entgegengesetzten Schlüsse gelangen . Sie werden eine Demüthiguug der Krone darin finden , wenn die Krone , die im Rechte ist , bestimmt werden soll , Etwas zu thun , was nicht Recht , und was noch weniger im Interesse des Landes ist .
Ich kann mich demnach nur für den zweiten Antrag des Ausschusses erklären , die ungeheure» Folgen der Steuerverweigeruug i» dem dritten Theile von Deutschland , welche eine Gefährdung der

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