4 I . Die Eröffnung und Eonstituiruug der Nationalversammlung .
vorgefühlt und uns den Charakter einer constituirenden Versammlung vindieirt . " Deutschland will eins sein , ein Reich , regiert vom Willen des Volkes , unter der Mitwirkung aller seiner Gliederungen : diese Mit - Wirkung auch den Staatenregiernngcn zu erwirken , liegt mit in dein Beruf dieser Versammlung .
Wenn über Manches Zweifel besteht und Ansichten auseinander - gehen , über die Forderung der Einheit ist kein Zweifel : es ist die Forderung der ganzen Nation . Die Einheit will sie , die Einheit wird sie haben , sie befestigen : sie allein wird schützen vor allen Schwierig - leiten , die von Außen kommen mögen , die im Innern drohen .
Und so , Vertreter des Volkes , bitte ich Sie für die kurze Zeit , wo ich diese Versammlung zu leiten habe , um Ihre Unterstützung und um Ihre Nachsicht , deren ich in so hohem Grade bedarf . Wäre es auf längere Zeit , daß ich diese Stelle einzunehmen hätte , so würde ich ver - pflichtet sein , eine Wahl zu treffen und die getroffene Ihnen anzukün - digen ; denn ich fühle wohl , daß weder mit meinen Kräften »«och mit den Ansprüchen , die das Volk an die ganz unabhängige Stellung des Führers auf dieser Stelle zu machen hat , die Beibehaltung des Amtes , welches ich in meinem Staate bekleide / neben dieser Stellung verträglich wäre .
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Die Huldigung für Arndt .
19 . Mai 1848 .
Venedey : Meine Herren ! Heute Morgen ist ein Mann ans die Tribüne getreten und , ohne zum Worte gelangt zu sein , wiederum herab - gestiegeil . [ f . St . B . 116 . ] Es war der alte , greise Arndt . Ich glaube , wir sind ihm schuldig , zu sagen , daß wir nicht gewußt haben , wer es gewesen . ( Viele Stimmen : Auftreten ! Ans die Tribüne ! ) jSt . B . I 27 . J
Ernst Moritz Arndt .
19 . Mai 1848 .
St . B . I 27 .
( Mit ungeheurem Jubel und Beifallsruf die Rednerbühne besteigend . )
Geschmeichelt fühle ich mich nicht , aber gerührt durch diese Auer - kennung der Vertreter und Darsteller eines großen und ehrwürdigen Volkes , in dessen Gefühlen und Gedächtuiß ich wenigstens von Jugend

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