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X . Die Verfassung ,
wiewohl Südtirol gar nicht deutsch ist . Und . meine Herren , Sie wollten Trieft nicht hergeben , eben so Südtirol nicht , Sie haben mit geometrischer Genauigkeit Posen durch eine Demarcatiousliuie ge - theilt >S . , die Begeisterung für Schleswig - Holstein war eine allgemeine . 139—183 ] , und nun , wo sieben Millionen Deutsche zur Thür hiuausgeworfeu werde» sollen , da habe» Sie gar keine Be - geisterung ? !
Meiue Herreu ! Der erste Paragraph ( S . 208 ] spricht Alles a»s , er sagt : was einmal znm deutschen Bunde gehört hat , das wird jetzt auch zum neuen deutschen Bmidesstaate gehören , und mit diesem Paragraphen halteich die Sache für erledigt und die §§ 2 und 3 ] überflüssig , weil ich uns nicht den Vorwurf machen lassen möchte , als ob wir als Professoren in unseren Lehrbücher» der deutscheu Verfassung die Consequeuzeu und Corollarieu hineiusetzteu , die sich vou selbst verstehen .
Weuu ich neulich . B . IV 2816 nnd 28171 in der österreichischen Frage g e g e n unser Ministerium sprach , so muß ich ihm dagegen heute vollkommene Anerkennung angedeihe» lassen . Es ist uns mit einem herrlichen Beispiele vorangegangen , nnd Sie werden nicht hinter ihm zurückbleibdu wollen : der Herr Minister des Innern >v . Schmerli ngl hat die österreichischen Truppen als Neichstruppen bezeichnet nnd wendet , ^25 der Herr Finanzminister >v . B e ä e r a t h> hat in zwei Umlagen durch das Gesetzblatt 11848 . S . 8 und , in dem vollen Bewußtsein , daß Oesterreich znm deutscheu Bunde gehöre , die Beiträge für die Centralgewalt und für die Marine auch für Oesterreich nach dem Matrienlarbetrage vertheilt , und ich zolle ihm dafür meine volle An - erkennung .
Meiue Herreu ! Herr v . Vincke — und ich muß um Verzeihung bitten , daß ich ihn beim Namen nenne , denn ich weiß nicht , welcher Ort das Glück seiner Vertretung genießt20 — hat aus Gründen der europäischen Politik nnd der der österreichischen Gesammtmonarchie nnd ans deu Gründen der Unanssührbarkeit der eonstitntionellen Personal - nnion , Herr v . Vincke >St . B . IV 2857 —28011 hat Ihnen gezeigt , daß Oesterreich nicht in , sondern neben Deutschland hergehen müsse . Ich bemerke schon hier nur vorläufig , daß gerade in dieser Weise , wie die Frage behandelt wird , es sich kund gebe , wie sehr man die ganze Frage verrückte : man hat sie ans einer volkstümlichen zn einer dynastischen , ans einer nationalen zu einer internationalen gemacht , man hat sich vom Staudvuuete des Buudesrechtes aus deu völkerrechtlichen Staudpuuct gestellt .

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