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X . Die Verfassung .
allen Zuckungen der Freiheit in den einzelnen deutschen Staaten der Druck der österreichischen Diplomat ! ! * gelastet : wir hätten dennoch Oesterreich nicht losgelassen , wir wußten , was wir ihm verdankten . Ader jetzt soll Oesterreich vou uus losgerissen werden ? Jetzt , wo es eben , jung wie ein Adler , mit den frischen Wunden der März - und Mai - kämpfe " zu uus herangetreten ist , um den neuen Bnnd der Freiheit zu schließen ? !
Man sagt , die alten Mauerwerke seien darum so unzerstörbar , weil der Kalk mit Blut gelöscht sei . Oesterreich hat sein Herzblnt ge - mischt in den Mörtel zum Neubau der deutsche» Freiheit . Oester - reich mns ; mit uns seiu und bleiben in der nenen politischen P a n l s k i r ch e !
Meine Herren ! Sie haben kaum erst ein Gesetz zum Schutze der persönlichen Freiheit der Abgeordneten gemacht . 187 — 198 ] , wollen Sie zustimmen , daß anderthalbhundert deutsch - österreichische Volksvertreter vor Ihren Augen hinweggeführt werden in die Ver - bannung ?
So viel vou den Anträgen , welche statt des Bnndesstaates nnS ein völkerrechtliches Bündnis ; mit Oesterreich vorschlagen . sJfiui einige Worte noch über diejenigen Vorschläge , welche ans die Ver - schiebnng abzielen . . Verhandlungen VI 101 —106 . ] Ich habe ei neu entgegengesetzte» Antrag , einen Antrag auf Beschleunigung über - gebe» , welcher so lautet .
sUhland verliest seinen Antrag . ]
Meine Herren ! Es haben alle diejenigen Redner , welche über - Haupt für die Bestimmungen des Entwurfes sich erklärt haben , auch die Wichtigkeit eines gleichbaldigen Beschlusses anerkannt , und wirklich ist die Lage dringlich . Mitten in der Zerrüttung , in der sich jetzt Oester - reich befindet , sind doch Hos und Reichstag noch einverstanden , es hat sich zwischen ihnen keinerlei Mißklang in Beziehung aus dasjenige ge - zeigt , was für Deutschland gefährlich ist in Beziehung ans die Grüuduug eines neuen Reiches , in welchem die deutsche Bevölkerung eine völlig niltergeordnete wäre . Die Reichsgewalt hat Commissäre , Mösle und Welcker s . v . Schmerling St . B . IV 2620 ] , nach Oesterreich geschickt , nm die dortigen Kämpfe zu versöhnen , um die deutscheu Interesse» zu wahren ; aber , wenn die deutschen Interesse» gewahrt sein sollen , so müssen die Commissäre des Reiches wissen , welches ist die Stellung , welche die ge -
* = Diplomatie .

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