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IX . Der Septeinberausstand in Frliiiksurl .
zunehme , , sollte , welche solche Thal , wie sie gestern geschah , herbcizn - führen verniag , dann würde man verzweifeln , misse» an dein lichen Fortschritt , nnd diejenigen , welche die Pflicht fühlen , Vieles , Alles , was sie vermögen , beizutragen , um die Freiheit ausrcchtzuerhalteu und zu sichern , oh ! diese mögen alle Stärke ihres Geistes nnd Herzens zusammennehmen , um freudig bei ihrem Vorsah beharren zu können ; sie mögen den unsittlichen und unmenschlichen Auswüchse» entgegenwirken . Alles aufbiete» , daß die Richtung niedergebändigt werde , die solcher Barbarei zugänglich ist .
Meine Herren ! Ich habe Ihnen aber auch — u . id ich bitte Sie »» , Geduld — einige politische Betrachtungen vorzutragen , politische Betracht , , „ geu , die zunächst unsere parlamentarischen Zustände betreffen .
Die neuesten Ereignisse sind hervorgegangen ans einem Zerwürs - nis ; dieser Versammlung , zu welchen , kein lies liegender Grund vorlag . Wenn mau sich bemüht hätte , Verständigung zu suchen , statt die Leiden - schasten ansznregen nnd walten zu lassen , statt im Partei - nnd Eoterie - geist sich abzuschließen , wir würden die Ereignisse nicht erlebt haben , wie wir sie haben erleben müssen . Ein Redner , Maitz St . B . III 1820 ] , hat vvr einigen Tagen darauf aufmerksam gemacht , ein Reichs - ministen» , , , , in unserer jetzige« provisorische» , Lage könne eigentlich keine Majorität haben . Das ist in gewisser Beziehung wahr , indem die ge - wöh , »liehen Mittel fehlen , eine Mehrheit zn ge»vini»en . Wie nnsere Verhältnisse stehen , fehlen einem Reichsministerium , an der Spitze Deutsch - lands ohne speciell von ihm verwaltetes Land , eine Menge der Fäden , »oodnrch Mehrheiten entstehen nnd gebildet werden . Mehrheiten entstehen durch Aneinanderschließen der Interessen . Diese Interessen coneentriren sich aber nicht in dem Maße bei der Eentralge»oalt nnd in dieser Ver - santtnlnng als bei wirklichen Staatsverivaltnngen .
Ans dieser Betrachtung folgere ich zwei Dinge :
Es ist leicht , mittelst dieser Versammlung , bei einer Velleität von Abneigung gegen einzelne Persönlichkeiten , bei der Uuzufriedeuheit und Kritik über einzelne Regierungshandluugeu , ein Ministerium zu stürze» , aber schwer , daß eines sich wiedergestalte , und daraus m»ß für diese Versaiiliiillliig die Warnung hervorgehen , dciß es unerläßlich sei , ehe »vir zu so entscheidenden Beschlüssen schreiten , »vie dies jüngst der Fall war , unser , » ganzen Znstand tu Erwägung zn ziehen und genau z» , untersuche» , worum es sich handelt .
Eine »vettere Folge ist die : »vir sind in der Lage , die uns die Pflicht auferlegt , das provisorische Ministerium . St . B . III

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