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VIII . Tie schleSwig - holsteinsche Frage .
schieht wider Willen . Ich wollte wünschen , daß Jeder , der vor mir eine Persönlichkeit angeführt hat , auch mit diesem Satze begonnen hätte .
Das Erste , was ich zu bemerken habe , ist dieses beständige Arsenal von Ehre , Schmach nnd Schande : c . , das sich , mit Ausnahme der Debatte des heutigen Tages , bei Allem , was für das Ablehnen hier gesprochen wurde , wie ein rother Faden durchzog . Den Beweis für diese Schande , für diesen Mangel an Ehre hätte ich von dem heutigen Tag erwartet . Der heutige Tag hat uus aber nur ( che ] Neduer von dieser Seite hier vorgeführt ( auf die Liuke deutend ) , welche über diese stereotypen Redensarten hinweggegangen sind .
Es kommt ein zweiter Pnnct , der mich gestern nnd vorgestern sehr srappirt hat , nnd dessen Lösung ich ebenfalls heute nicht gesehen habe : es ist dieses beständige Drängen nnd Drücken an allen Paragraphen dieses Waffenstillstandes , dieses lauge Drehen derselben , dieses Erheben bis ans die höchste Spitze , bis endlich irgend Etwas darin gefunden wird , wo dann das Gefundene noch recht ausgebeutet wurde , ohne das ; mit der Billigkeit , an die doch so oft von dieser Seite ( zur Linken ge - wendet ) appellirt wird , als Gegengewicht alles das hingestellt worden wäre , was dieser Waffenstillstand an Vortheilen , die durch denselben erzielt worden sind , Deutschland und den Herzogtümern bringt .
Und endlich drittens hat vou allen Rednern , die diese Tribüne bestiegen haben , von dieser Seite ( auf die Linke deutend ) keiner nns ge - sagt , was wir den» thuu sollen , wenn wir den Wassenstillstand ver - worfen haben . Man hat vielmehr immer aufgeworfen : die Hypothesen von dieser Seite ( nach Rechts ) sind falsch , aber nicht beigefügt : wenn sie nuu nicht falsch find , wen» , um mit Galileis Worte« zu sagen : „ Eppur si ninove ! " , 35 Preußen sich dennoch bewegt , sich spaltet , nicht gehorcht , — was dann ? Dieses hätte ich hier zu höre« begehrt !
Auch ich möchte mich gern de« Worte« anschließen , die — wie von einem der ersten Redner , ( von v . Vincke St . B . III 21OOJ , hier bemerkt worden — immer an die edelsten Gefühle appelliren ! Glanben Sie , meine Herren , Jeder von uns betritt diese Tribüne mit der voll - kommensteu Ueberzeuguug , daß es weit angenehmer ist , die Schwertseite vorzunehmen und die Kunkelseite in den Hintergrund treten zu lassen ; Jeder appellirt lieber au kriegerische Gefühle , die allen edlen Völkern eigenthümlich sind , nnd wenn wir das nicht können , so ist es , weil wir uus einer besseren und h . eiligereu lieber - z e u g u u g unter w erf en : es geschieht schmerzvoll , es ist der Triumph unserer Pflicht und unseres Gewissens .

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