VIII . Die schlcswig . hvlsleinsche Frage .
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dieselben Parteien eiferten damals eben sv sehr gegen das kräftig ans - strebende Frankreich , wie sie jetzt gegen das aufstrebende Deutschland eifern .
Daß das Ausland unsere Kraft und unsere Einheit nicht will , darüber dürfen wir buch wohl nicht zweifelhaft seiu , und wenn das Ausland den geschlossenen Waffenstillstand preist , und wenn es unsere Nichtgeuehmignng fürchtet , wahrlich ! dann liegt darin nur ein Grund mehr , daß wir uns ernstlich besinnen sollen über das , was wir thuu .
Die Entscheidung liegt iudcß in Ihrer Haud : Thuu Sie , was Sie müssen ! Allein au Eines lassen Sie mich anschließen , was ein Redner aus dieser Seite , [ den , linken Centruin , nämlich Schoder St . B . III 2079 ] gesagt Hot : Thun Sie nichts Halbes , — offen wie ein Mann für oder wider , nicht Achselzucken , nicht zweideutig , nicht zwar und a b e r , ich m vchte gern , aber ich m a g nicht — schieben Sie nichts auf die Centralgewalt , denn das sind Sie selbst : sie ist stark oder schwach in dem Verhältnisse , wie Sie es sind ; sie thut , was wir beschließen , und wenn wir Halbheiten beschließen , und wenn wir liicht deu Muth haben , geradezu herauszusagen , was wir wollen , sv wird die Central - gemalt in der Wirklichkeit der Centralfchatten bleiben , als welchen sie die englische Presse begrüßt . Die Centralgewalt kann nicht einmal ein Ministerium zusammenbringen ohne Ihre» entscheidenden geraden Aus - spruch ; denn ich Halle deu Minister für sehr gewissenlos , der ans einen zweideutigen Ausspruch hiu und aus einen Auftrag , die Centralgewalt möge nach ihrem Ermessen handeln , irgend Etwas in dieser Angelegen - heil unternimmt .
Man hat von den verschiedensten Seiten von dieser Tribüne her ans die Revolution hingewiesen , und es wird gestattet sein , denselben Gegenstand ins Auge zu fassen , denn er gehört ja eben zu den möglichen , vielleicht zu den uvthweudigeu Folgerungen dessen , was wir beschließen .
Leugnen läßt sich nicht , und Niemand , der in Deutschland ein offenes Auge hat , wird verkenne» , daß die Bewegung in den letzten Wochen und Tage» merklich gestiegen ist : die alte Diplomatie hatte etwas zu schnell das Schicksal der Volker in die Hand genommen und bestimmen wollen ; sie hatte etwas zu bald in die alten Bahnen ein - gelenkt , und die Reactionsversuche , die jetzt von fast Niemandem zweifelt werden , wareu zu gewaltig , als daß das «och nicht schlummerte Volk nicht ans seiner Hut sein sollte .
Offen und ehrlich , wie sich die äußersten Seiten des Hauses vom Anfang cut gegenübergestellt haben ! denn wir haben uns ohne Hehl gesagt , was wir wollen .

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