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VIII . Tic schlesivig - holsteinsche Frage .
wo man ihn kaum anhörte . Er ging nach Schleswig - Holstein und stand dort gänzlich hinter den Coulissen , wie ein junger Mensch , der in das Theater sich geschmuggelt hat und nicht gesehen sein will . Er schickte Persouallisteu uach Malmö , als es sich darum handelte , Personen zu wählen . Wir kennen leider in diesem Augenblick noch nicht , welche Listen es waren , aber factisch liegt nns vor , das ; man sie in den Papier - korb warf . Er ging nicht nach Malmö , wohin er eingeladen wurde , und es war gewiß das Beste , was er thun konnte ; denn er würde eine noch traurigere Nolle dort gespielt haben als im Hintergrunde . Der Inhalt des Waffenstillstands wurde ihm vor der Ratification nicht mit - getheilt , — denn was ging das die Centralgewalt Deutschlands a» ? Er reiste ab ohne Protest und ohne Verwahrung , und die ganze Reise gab nicht einmal Veranlassung zu einem gastronomischen Bericht , worin doch das Ministerium des Auswärtigen >Heckscher St . B . II 842 ] so groß ist . Das preußische Ministerium aber fügte zu der ihm ange - thaueu . . . — lasse« Sie mich das Wort nicht ausspreche« — noch den Hohu , indem es erklärte , es würde uach geschehenem A b s ch l u ss e sich vertraulich mit ihm unterhalte» haben , wenn er hingekommen wäre , und die Weigerung des Generals v . B e l o w , ihm die Bedingungen mitzntheilen , verstand es dahin , daß er wahrscheinlich habe sagen wollen , er wolle sich auch vertraulich mit ihm unterhalten .
Das sind , so weit sie uns vorliegen , die offenen „ Actenstncke " ; über die geheimen , die mau allerdings in der Tasche haben soll , haben wir keinen Aufschluß . Allein wir sehen weuigsteus , daß das Ministerium des Auswärtigen , um der alten Diplomatie in Vichts nachzustehen , vertrauliche Briefe nicht zn drucken für gnt befnnden hat .
Was die geheimen Acteustücke in dieser Sache betrifft , so berufe ich mich ans ein Mitglied dieser Seite des Hauses ( der Rechten ) , aus Schubert , der uns im Ausschuß gesagt hat , er habe derartige geheime Noten gesehen ; ich bernfe mich ferner ans die Briefe des Herrn Caniphanfen , in denen immerwährend von den Einslüsternugeu Rußlands die Rede ist , während doch durchaus nicht eine Zeile in den Acten enthalten ist , und ich berufe mich endlich ans die Depesche des Ministeriums an den schwedischen Gesandten in Berlin , worin dasselbe sagt , wenn man sich den Anforderungen Schwedens nicht füge , werde dasselbe Dinge ver - öffentlichen , die den Leuten , welche unterhandelt haben , nicht sonderlich angenehm sein werden .
Was nach dieser Haltung mit unserem Ministerium zu thun ist , das bleibe hier unentschieden . Unsere Seite wird allerdings «icht

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