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VIII . Die schlesivig - holstcinschc Frage .
Allein man ist auch so gerecht gewesen , zu sagen , daß man , wenn es sich darum haudle , die Eentralgewalt stark und zur Wirklichkeit zu mache» , zu uns vertraue , wir werden die Hand dazn bieten , und ich versichere , wir werdeu es . Wir werde» alle Ministerien , die halb und zwei - deutig und seig siud und uicht wissen , was sie sollen nnd wollen , mit allen Kräften , die uns zu Gebot stehe» , bekämpfe» , bis z» den : blick , wo wir ei» starkes habe» , einerlei , ob vo» dieser oder jener Seite , u»d deshalb greifen wir das Ministerium a» , das »och i» einein halben Leben vor uus tritt ; deshalb weisen wir für feine traurige Haltung ans die Art und Weise hin , wie die limburger Frage sSt . B . III 1822 ff . j verhaudelt worden ist , wie man sReichskriegsmiuister v . Pe ucker St . B . III 1716 und 1717 ] 22 ossicielle Actenstücke durch halb - officielle Briefe verleugnet und zn Nichte macht , wie man die Central - gewalt oder vielmehr ihren Träger bei öffentlichen Gelegenheiten auf - treten läßt , 2 * uud wie ma» in dieser Sache verfahren ist .
Als das Ministerium [ am 15 . J»li u»d 9 . A»g»st ] 24 sei» Amt a»trat , hatte es jeueu Krieg vor sich . Allein nachdem Ihnen hier im Angnst jvom Reichsjustiznlinister R . v . Mohl St . B . III 1619J sagt worden ist , daß es eben noch beschäftigt sei , sich die Schreibmaterials» a»z»schasfe» , ist es begreiflich , daß es sich um diese» Krieg »icht bc - kümmer» ko»»te . Es ist der ga»ze Mo»at Juli vergaugeu , uud ma» ka»» »icht das Kleiuste aufweise» , daß sich das Mi»isteri»m dar»m be - kümmert hat . An : Ende Jnli brachte man ihm die Kunde von den Waffenstillstands - Präliminarien zu Malmö uud Bellevue lvom 2 . bezw . 19 . Juli> , die ihm die englischen Zeituugeu vier Woche» vorher bracht halte» , uud dauu erst begauu es , nichts zu thuu .
Die preußische Regierung verlangte von ihm eine uubedingte Voll - »lacht zum Abschluß des Waffenstillstandes : überrasche» kauu es uus allerdings nicht , nachdeui Heckfcher sSt . B . I 130J bei Gelegenheit der Verhandlung des Naveauxscheu Antrags uns die Theorie wickelt hat , daß man das , was man besitzt , uicht auszusprechen brauche , daß das Ministerium bei dein Ansinnen , welches ihm gestellt wnrde , auch nicht für nothwendig hielt , die Genehnlignng vorznbehalten . Wenn der Reichsmimfter Heckscher in seinem Privatverkehr derartige A» - sichte» hat , da»» ist es allerdi»gs seine Sache , in wie sern er darnach leben will oder nicht ; wenn ihm aber vo» uns Etwas anvertraut ist , — und das war das Gesetz über die Eentralgewalt >S . 35—37 ] , und es zweifelt Niemand * daran , daß dieses anvertraute Gut unser ist —
* St . B . III 2115 und Blum a , a . O . : Jemand .

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