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VII . Dic Grundrechte ,
Kirche , sPins IV . ] , seine Truppe» den Lombarde» zugeschickt hat wider eine Monarchie , und zwar , wie er sagte , eine christliche , welche von je her die vorzüglichste Stütze des römischen Stuhles gewesen . Es wird nur hier erlaubt sein , von meinein Standpuncte aus die Sache anders anzusehen .
Ich sehe darin nichts als — vorzugsweise wenigstens — mir das , das ; der Hauch des neuen Geistes auch jetzt wieder den Stuhl Petri bc - - rührt hat : der Geist der Nationalität nud der Freiheit , jener Geist , der jetzt durch die Welt geht . Ich glaube , meine Herren , das ; die Schweizer , als sie den um ihre Nationalnnabhängigkeit kämpfenden Lombarden zu Hilfe zu ziehe» hatten , auf einem ehrenhafteren Posten gestanden sind , als da sie mitwirkten in Neapel bei dem Bhitbade , womit der König jenes Landes , IFerdi na nd II . ] , mit ihnen die heiligen Zusagen anSzn - löschen glaubte , die er seinem Volke gegeben hat , nnd , meine Herren , für mich wenigstens erscheint der wahrhaft schöne nnd edle Kopf des neunten Pius noch viel schöner nud edler im Lichte der Freiheit , der er sich zu - gewendet zeigt .
Ucbrigens , meine Herren , auch im Allgemeinen bin ich der Ansicht , daß die Kirche bereits angefangen hat , eine andere zu werden . Die Kirche in manchen ihrer ausgezeichnetste» Mitglieder ist in einer Wandlung be> griffen : mit Freude» habe ich das zu bemerken geglaubt aus den Reden vieler Redner dieser Partei , die vor mir hier gesprochen haben , besonders auch heute selbst aus der Rede des Herr» v . Radowitz jSt . B . III 1695—16971 ; beim die Gruttdsätze , die nun von der Kirche befolgt werden sollen , sollen nur au das Erlaubte sich halten , und zwar au das , was nicht bloß erlaubt ist vor dem äußeren Richter , sondern auch vor dem inneren Richter : die Politik der Kirche soll künftig eine sittliche sein . Ich glaube es [ übrigens ] gern , ja , ich bin überzeugt , weil ich es weiß aus Erfahrung , das ; Viele schon bisher die Kirche so liebreich nud idealisch gefaßt haben , wie es Decan Vogel ] St . B . III 1651—1653 ] von dieser Tribüne schilderte . Wenn ich nicht sehr irre , so sind a»ch die Namen Dötting er und Sepp nnter denjenigen , von denen man früher , vor einigen Jahre» , lese» konnte , daß sie so eifrig gekämpft haben für die vielbesprochene Kniebeugung in Bayern^ : nun , meine Herren , sehen wir sie >S . 117—132 bezw . St . B . III 1688—1692 ] fechte» , sie , dieselben , die , ohne Rücksicht auf die Freiheit der Gewisse« , ohne Rücksicht auf den Unterschied des Bekenntnisses , dies vor ein paar Jahren gethan haben , sie sehen wir heute fechte» für allgemeine Gewissensfreiheit !
Daran , meine Herren , erkenne ich die Macht des Zeitgeistes .
Was eine kirchliche Partei in Nordamerika und Columbia , was

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