VII . Die Grundrechte .
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Wenn Sie nun den § 14 , wie er von dein Ausschüsse vorgelegt worden ist , annehmen , haben Sie sich dann schon vergegenwärtigt welchen Zustand Sie dadurch in Deutschland herbeiführen ?
Also nach diesem Paragraphen , der kein Wort von den bestehenden Kirchengesellschaften , von der katholischen oder protestantischen Kirche enthält , über welche überhaupt ein auffallendes Schweigen beobachtet wird , nach diesem Paragraphen werden künftig mit völliger Freiheit und Unabhängigkeit sich beliebig viele Seelen und Gesellschaften bilden . Ich und meine Freunde mit mir , wir haben gegen diesen Paragraphen in so weit nichts einzuwenden , so weit er nämlich diese Freiheit der Seetenbilduug gestattet , und ich gehe noch weiter , ich sage noch mehr , und ich glaube , im Namen Mehrerer es aussprechen zu dürfen : selbst weuu wir die Ueberzeuguug , die Gewißheit haben , daß Sie unseren An - trag , den ich mit vielen Anderen gestellt habe , auf förmliche Ansfprechnng des Prineips der Unabhängigkeit der Kirche vom Staat verwerfen , und weuu wir dieses im Voraus mit völliger Sicherheit wissen , wir werden uns dennoch nicht abhalten lassen , für den vierzehnten Paragraphen zn stimmen , darum , weil wir ihn unter den gegenwärtigen Umständen wirklich für eine unabweisbare Nothwendigkeit halten .
Welcher Zustand wird sich aber dann bilden ?
Die älteren , besteheudeu Ki rcheu werdeu also iu ihrer bisherigen Gebundenheit und Abhängigkeit bleiben , neuere Kirchen und kirchliche Gesellschaften dagegen werden , mögen sie klein oder groß sein , mögen sie einen schnellen oder langsamen Er - folg haben , völlig frei und unabhängig sein , — keine Staats - gewalt wird das Recht haben , sich in ihre Angelegenheiten zn mischen — und iii allen Beziehungen und Gebieten , wo die älteren Kirchen bis jetzt noch vollkommen abhängig sind , z . B . in Besetzung kirchlicher Stelle» , in der Verwaltung ihrer inneren Angelegenheiten , in Lehre und Discipliu werden diese Gesellschaften völlig frei sein , die älteren Kirchen aber in ihrem gebundenen , unfreien Zustande beharren .
Können Sie sich einen solchen Znstand denken , ohne daß die religiöse Reibung , die religiöse Erbitterung in Deutschland einen ganz neuen Aufschwung nimmt ? Wird nicht ein beständiger Äteim des Unwillens und der Unzufriedenheit gerade darin liegen , daß , so zn sagen , die Loose noch so ungleich vertheilt sind , daß die jüngeren nud neugebornen Kinder alle Rechte und Freiheiten , die älteren , längst bestehenden aber stall der Freiheit nur die Knechtschaft haben ? Wird das nicht auf die Dauer einen solchen Zustand unhaltbar machen ? Werden dadurch nicht

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