VII . Die Grundrechte .
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wenigsten Zerwürfnisse oder im Gründe gar keine Zerwürfnisse zwischen der Staatsgewalt und den Kirchen dort stattfinden .
In Belgien ist seit dem Jahre 1831 , seitdem das Princip kirch - licher Freiheit in der Verfassung proelamirt wnrde , bis ans diesen Moment kein einziger Confliet zwischen der Kirche und der Staatsge - walt eingetreten , und in Nordameriea weiß Niemand etwas von Conflicten zwischen der Staatsgewall und einzelnen religiösen Gesell - schasten , nnd , meine Herren , können wir uns darüber täuschen , daß die bisherige Entsreindnug , daß die Erbitterung , die leider zwischen Katholiken nnd Protestanten in Teutschland stattgefunden , ihren Hauptgrund in der Einiuischuug der Staatsgewalt hat ?
Betrachten Sie doch die verschiedenen Gesetzgebungen , wie sie jetzt noch da sind , betrachten Sie diejenige , die mir am Nächsten ist , die bayerische , und sehen Sic , welcher Stoff zu Zerwürfnissen nnd unablässigen Reibungen darin gegeben ist , z . B . in der Art und Weise , wie die Bildung neuer Gemeinden in einzelnen Städten erschwert ist . Gerade das ist das Verhältnis ) , welches unter einer früheren Regierung von Bayern , [ unter der Lud w i g s l . j , eine Hanptnrsache der Reibungen und Zer - würsnisse zwischen Katholiken und Protestanten geworden ist , woran aber eigentlich die katholische Bevölkerung selbst keinen Antheil halte ; sondern der Zwist ging hervor ans dein Beharren des Ministeriums >v . Abel> bei dein Buchstaben einer gewissen Verordnung , * * so daß man z . B . einer neu gebildeten protestantischen Gemeinde , die freilich aus weuigeu Köpfen bestand , nur dreimal des Jahres Gottesdienst zu halten gestattete und einen langen Streit herbeiführte , weil diese Gemeinde gleichwohl . öfter als dreimal des Jahres Gottesdienst hielt .
In diesen Gesetzen , in dem ganzen Verhältnisse , in welchem gegen - wärtig die büreankratische Polizeigewall zu den verschiedenen Kirchenge - sellschasten steht , haben Sie die Hanptnrsache der bisherigen eonsessionellen Spannung zu suchen , und ich kann Sie nur wieder darauf verweisen , daß in anderen Ländern Katholiken nnd Protestanten verträglich neben einander leben , nnd daß solche Reibungen dort nicht vorkommen : es sind dies aber die Länder , wo die Staatsgewalt sich in alle diese Dinge nicht einmischt nnd das Princip der freien Bewegung der Kirchengesell - schasten zugestanden hat , natürlich mit dem Rechte , jeden Uebergriff in das bürgerliche oder politische Gebiet ernstlich zurückzuweisen . Auch glaube ich , daß die Staatsgewalt um so stärker , fester und entschlossener sein wird , jeden Eingriff nnd Uebergriff in ein fremdes , nicht confessionelles Gebiet von Seiten einer Kirche oder der Geistlichkeit irgendeiner Gesellschaft

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