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VII . Die Grundrechte
Allerdings darf die Berathung nicht einzeln in die Länge gezogen werden , aber das Mittel , welches sich anderwärts empfahl , wird sich auch bei uns bewähren .
Und uu« lassen Sie uns das große Werk anfangen , welches uns zusammengeführt hat , und von dem so unendlich viel abhängt für unsere Nation . Die Ansichten , die Ueberzeuguugeu werden sich schroff einander gegenüberstehen , es wird einen heißen Kampf geben . Möge es nur ein ehrlicher , offener Kampf sein , — dann wird er auch im Geiste des Friedens und der Versöhnung geführt werden ; denn wir sollen doch Alle nur einem Ziele dienen : dem Glücke , der Ehre und der Freiheit unseres Volkes !
Friedrich Jahn .
17 . Juli 1848 .
St . B . II 955 .
Jahns Werte . Neu herausgegeben von Euler . 2 . Bd . 2 . Hälfte . 1887 . S . 1015 - 1017 .
Antrag Jahn zu Art . I § 3 .
St . B . II «54 .
Das Wort „ unbescholten " zu streichen und überhaupt diesen schwanken - den Begriff aufzugeben und dafür zu setzen : über dem keine peinliche Untersuchung schwebt , und der nicht unter richterlich ausgesprochener Polizei - licher Aufsicht sich befindet .
Hohe Versammlung ! Der dritte Paragraph ist ein offener Wider - spruch mit dem § 4 . Im § 4 wird der bürgerliche Tod ausgehoben , und im § 3 wird die Bescholtenheit hingesetzt , die doch noch ärger ist als der bürgerliche Tod .
Was soll das Wort hier bedeuten : „ Bescholtenheit ? "
Wir Alle in dieser Versammlung sind hier beschulten : die Linke beschilt die Rechte , die Rechte beschilt die Linke , Beide die Mitte , — so sind wir Alle beschulten . Die Bescholtenheit ist ein zweideutiger Begriff , noch zweideutiger als der Begriff , welche» Falstasf von der Ehre hat . " Ich dächte , diese Sache wäre bei dem vereinigten Landtage in Berlin schon gehörig genug ausgetitscht . 7
Was ist Bescholtenheit ?
Wir haben vier Ehren in Deutschland , wenigstens habe ich zu meiner Zeit das so gefunden : bei bcu Adeligen beschimpfen die Schläge überhaupt , bei den Studenten die ersten Schläge , bei den

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